PERSPEKTIVE : NORMALBIOGRAFIE ? - RASSISMUS : ARMUTSPROBLEM ?

Dienstag, 17. Oktober 2017 um 13:18 - futziwolf
Hallo Leute, wie siehts aus, mit eurer Perspektive, auf absehbare Zeit eine moderne, gesellschaftliche NORMALBIOGRAFIE auszufüllen ???
1.
Zu den Themen:
- Was ist Armut?
- Definition von materieller Armut
- Armut als Verwahrlosung der Lebensführung

schreibt die bürgerliche Journaille (Andrea Krüger und Frank Thadeusz, tagesschau.de)
2.
Zum Thema - Armutsproblem oder Rassismus?
schreibt wolf schablonski

lest das und schreibt uns:

1.
Was ist Armut?

Trotz Wirtschaftskrise und Ebbe in den öffentlichen Kassen: Deutschland gehört nach wie vor zu den reichsten Ländern der Welt. Wer von Armut in Deutschland spricht, muss deshalb eines hinzufügen: Mit der existenziellen Armut, unter der Menschen in Entwicklungsländern leiden, hat sie nichts zu tun. Niemand muss in Deutschland Hunger leiden, auf Kleidung oder eine Wohnung verzichten. Niemand wird vom Krankenhaus abgewiesen, wenn er ärztliche Hilfe benötigt. Und niemand muss für den Schulbesuch bezahlen. Das soziale Netz mag inzwischen Löcher haben - aber es existiert. ( ????, der Setzer )
Komplexer Begriff: Armut
Dennoch schlagen Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften und Wissenschaftler seit Jahren Alarm und warnen vor der zunehmenden Armut in Deutschland. Hinter ihren Warnungen steckt ein anderes Verständnis von Armut. Es geht um relative Armut - einen komplexen Begriff, der trotz zahlreicher Forschungsansätze noch immer einigermaßen schwammig ist.
Die EU hat die relative Armut 1984 folgendermaßen beschrieben: "Als verarmt sind jene Einzelpersonen, Familien und Personengruppen anzusehen, die über so geringe (materielle, kulturelle und soziale) Mittel verfügen, dass sie von der Lebensweise ausgeschlossen sind, die in dem Mitgliedstaat, in dem sie leben, als Minimum annehmbar sind."
Die konkrete Festlegung der relativen Armut basiert darüber hinaus auf einer willkürlichen Festlegung eines bestimmten Geldbetrages. Nach der Definition des Statistischen Bundesamtes etwa sind Menschen arm, denen weniger als 50 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens zur Verfügung steht. Demnach gilt beispielsweise ein Ehepaar mit zwei Kindern unter 14 Jahren und einem Budget unter 1560 Euro Netto im Monat als arm. Die Bundesregierung setzt hingegen in ihrem Armutsbericht die Schwelle für Armut niedriger an: Nach ihrer Definition ist ein Mensch dann arm, wenn sein Einkommen unter 60 Prozent des Durchschnittseinkommens liegt. Die so genannte Armutsrisikogrenze läge demnach für eine Einzelperson bei 938 Euro.
Definition von materieller Armut
Die Zahlen zur Berechnung von Armut sehen allerdings bei den einzelnen Institutionen wie Unicef oder Paritätischer Wohlfahrtsverband unterschiedlich aus. Denn tatsächlich stellen sich bei der Berechnung von Armut viele Fragen. Wie wird die Zahl der Kinder hochgerechnet auf das nötige Gesamteinkommen der Familie? Wie gewichtet man den geografischen Faktor (Ost oder West)? Wo liegt der Grundbedarf? Allerdings weisen Experten darauf hin, dass trotz unterschiedlicher Ansätze und Berechnungsgrundlagen die qualitative Aussage der verschiedenen Verbände gleich lautet: Die Armut in Deutschland wächst.
Armut als Verwahrlosung der Lebensführung
In der Armutsforschung ist die materielle Armut allerdings nur ein Indikator. Mindestens genauso wichtig ist für Soziologen der mögliche Rückzug von Menschen aus den wesentlichen Institutionen der Zivilgesellschaft - etwa aus Schulen oder Vereinen.
Eine so genannte "Verwahrlosung der Lebensführung" findet sich denn auch in den Statistiken und Armutsberichten der Wohlfahrtsverbände so gut wie gar nicht wieder. Bei der Frage, ob Kinder in Armut leben, stellen sich demnach ganz grundsätzliche Fragen: Ist für die täglichen Mahlzeiten gesorgt und kümmert sich jemand um deren Wäsche? Haben die Kinder einen regelmäßigen Ansprechpartner - und ganz fundametal: Wer achtet darauf, dass sie morgens pünktlich aufstehen?
Bei Erwachsenen werden finanzielle und materielle Krisenphasen gar als kaum dramatisch eingeschätzt, so lange die Perspektive besteht, dass der Betroffene auf absehbare Zeit eine moderne, gesellschaftliche Normalbiografie ausfüllen kann.


2.
Armutsproblem oder Rassismus?

von wolf schablonski
Die Tatsache, das ein Jahr nach der Flutkatastophe in New Orleans der grösste teil der schwarzen Bevölkerung nicht nach New Orleans zurückkehren "kann", (bzw nicht darf, weil das asoziale und kriminelle Pack im mittlerweile weissen New Orleans nicht willkommen ist), ist nach Ansicht einiger Regierungsbeamter eher ein Armutsproblem, und kein rassistisches.
Der fast völlig zerstörte und zuvor hauptsächlich von Schwarzen bewohnte
9.Bezirk der Stadt hat bis heute keine finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten, im Gegensatz zu den von Weissen bewohnten Bezirken, wo Steinhäuser, gute Jobs und doppelte Versicherungen den Schaden eh klein hielten.
Tausende von geflohenen schwarzen Familien leben weit ausserhalb New Orleans in grossen Zelt- und Wohnwagenlagern, in denen das Filmen verboten ist und die sie ohne Genehmigung der Behörden nicht verlassen dürfen. Im 9.Bezirk wird noch nicht mal die Infrastruktur instandgesetzt, es gibt keine einzige Schule, kein Krankenhaus, keine Kirche, kaum Strom und ihre Sozialwohnungen werden erst gar nicht restauriert.
Die ehemaligen Sozialwohnungen der Schwarzen in der Innenstadt hingegen werden im Zuge des wieder in Schwung kommenden Tourismus richtig teuer restauriert, (das Angebot der ex-Mieter, die Häuser in Eigenarbeit ohne Zuschüsse instandzusetzen wurde abgelehnt). So ist man nicht nur die Ghettos vor der Stadt los sondern auch in Downtown, wo man für das Tourismusgeschäft nur ein paar nette Nigger in den Jazz`n`Bluesclubs und fürs horizontale Gewerbe braucht.
So kann man aus offenem Rassismus ein "Armutsproblem" machen.
Die "Killing Zone" von New Orleans
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5939940_TYP_THE_NAV_REF3,00.html
Die toten Kennedys raten uns dazu:
Kill the poor
words : Jello Biafra
Efficiency and progress is ours once more
Now that we have the neutron bomb
It`s nice and quick and clean and gets things done
Away with excess enemy
But no less value to proberty
No sense in war but perfect sense at home ...
The sun beams down on a brand new day
No more welfare tax to pay
Unsightly slums gone up in flashing light
Jobless millions whisked away
At last we have more room to play
All systems go to kill the poor tonight
Gonna
Kill Kill Kill Kill
Kill the poor ... tonite
Behold the sparkle of champagne
The crime rate`s gone
Feel free again
O` life`s a dream with you, Miss Lily White
Jane Fonda on a screen today
Convinced The liberals it`s okay
So let`s get dressed and dance away the night
While they ...
Kill Kill Kill Kill
Kill the poor ... tonite

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