Wo es schmerzt, da greift man hin !!! (4)

Dienstag, 27. Juni 2017 um 22:57 - himbeertoni
Wecker! Warum nur?
Was haben wir gelacht, damals, hinterm Mond. Wir lagen vor Madagaskar mit einer Haschischzigarette und lauschten dem Abgesang von Konstantin Wecker:

"Und das ganze Land wird fluten unter mir,
und ein ganzes Volk wird bluten unter mir.
Und es wird gut sein"


Klimp klimpi klimpi klimp, klimp klimpi klimpi klimp klimp. Großes Kino und die Nachbarn haben auch regelmäßig angeschellt. Ja, ich bin ein bekennender Sympathisant deutschsprachiger Musik und ästhetisch flexibel. Ich schäme mich nur begrenzt zuzugeben, dass meine erste große Liebe Heino war. Neben meinem weinenden, gibt es auch ein lachendes Auge. Ausgerechnet Heino und Wecker nehmen, neben Naidoo, Maffay, Kunze, Engler und Lindenberg an einem Diskurs teil, der die Quote bei deutschen Radiosendern zum Ziel hat. Wie behindert! Wie schwul! Wie Frau! Die Quote für Musik aus deutschen Landen. Auch Gott-hilf Fischer ist dabei. Aber der hilft ja nicht. Der lässt uns immer wieder alleine mit dem selbstproduzierten Elend. Nicht zuletzt mit den Produktionen "Abenteuerland" oder "Tabaluga und Lilly".


Die Homepage zur Deutschquotenbewegung heißt "http://www.alle-in-eigener-sache.de". Hier kann man lernen, dass "vor allem die werbefinanzierten Privatsender keinerlei Interesse daran haben, ihren Hörern musikalische Abwechslung zu bieten, neue Bands zu präsentieren oder gar aufzubauen". Und jetzt kommt der Hammer, aufgespasst: Es ginge ja bei der Quote auch nicht "um Lieder von Hanne Haller oder den Kastelruther Spatzen, sondern um deutschen Rock und Pop von Ajano bis Zander. Um originelle Songs von Mey und Wader, Knallhartes von Rammstein und Puhdys, Balladen von City und Karat, Chansons von Rosenstolz, Klangteppiche von Mila Mar, und Hiphop von den Söhnen Mannheims sowie Punk der Toten Hosen und Ärzte. Kurzum: die gesamte, wunderbare Vielfalt der deutschen Musikszene". Na feini! So klingen deutsche Nachwuchskünstler in eigener Sache.

Im April 2007 haben die Fraktionen von CDU/CSU und SPD dem Bundestag einen Antrag vorgelegt mit dem Ziel "Populäre Musik als wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens zu stärken". Dabei taucht unter anderem die Forderung auf die "Nachwuchsförderung ... sicherzustellen" und "bei den Rundfunkanstalten anzuregen, neue Formate zu entwickeln, mit denen Rock-, Pop und Jazzmusik aus Deutschland eine angemessene Plattform gegeben wird und hierfür Unterstützung anzubieten". Die Stärkung der deutschen Musikindustrie ohne Quoten. Das kann man finden, wie man will und man wird sehen, was daraus wird. Aber eines ist klar: Die knallharten Puhdys gegen den Wirtschaftsliberalismus kommt einem weiteren Sieg für den Klassenfeind gleich. Selbst schuld. Wecker! warum nur?

"und ein ganzes Volk wird bluten unter mir.
Und es wird gut sein"

http://www.alle-in-eigener-sache.de/
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25240/1.html
http://www.jazzhamburg.de/diesunddas/stellwerk/1605111.htm

http://www.myspace.com/liederkaputtmacher



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