Tauschen statt Kaufen - Die praktische Kapitalismuskritik

Donnerstag, 30. September 2010 um 00:05 - futziwolf
Umsonst-Ökonomie gegen den Konsumterror
Vier Tage lang diskutierten Aktivisten aus der Umsonst-Ökonomie-Bewegung in Bremen über Alternativen zur kapitalistischen Warengesellschaft
"Bringt mit, was Ihr nicht mehr braucht, was aber noch gut erhalten ist und funktioniert, und nehmt dafür, was Ihr braucht oder Euch gefällt." Diese Idee wird in mehr als 50 Umsonstläden in der BRD verwirklicht. Das hört sich einfach an, ist aber mitunter schwierig zu gestalten. Es scheitert an der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, unbezahlte Arbeitszeit einzubringen – und am Geld, z. B. für die Miete der Umsonstläden. 

FDP zaubert in nicht existierenden Parallelwelten

Mittwoch, 29. September 2010 um 22:33 - futziwolf
FDP will den Freibetrag bei HARTZ4-Zuverdienstmöglichkeiten erhöhen: Ihr ahnt es, nicht bei den 400 Euro Jobs, da soll der Freibetrag sogar gekürzt werden, sondern bei den 1000 Euro Jobs. Ja, die hat die FDP soeben massenweise erfunden. Na dann mal los ihr faulen Sozialschmarotzer, der Aufstieg in die Großverdienerliga wird an Meistbietende vor jeder FDP-Parteizentrale verlost.
Quelle: telepolis + spiegel-online

„Netzsperren bedeuten Wegsehen statt Handeln“

Mittwoch, 29. September 2010 um 21:49 - futziwolf
Wenn ihr immer dachtet "Die Politiker mit ihrer Netzsperre für Kinderpornographie verarschen uns doch!" Yes Sir! Und hier der Beweis:
Pressemeldung des Arbeitskreises gegen Internet-Sperren und Zensur zur Analyse aktuell in Dänemark gesperrter Webseiten:

Internetsperren werden als angeblich wirksame Lösung gegen die Verbreitung von Kinderpornografie angepriesen. Seit Jahren setzen Länder wie Großbritannien, Schweden und Dänemark dieses Mittel ein. Doch ein Praxistest des Arbeitskreises gegen Internetsperren und Zensur (AK Zensur) in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Bürgerrechtsorganisationen zeigt: Statt Missbrauch zu bekämpfen, dienen die Internetsperren in der Praxis dazu, Versäumnisse der Politik und der Polizeibehörden zu übertünchen. Webseiten bleiben zum Teil jahrelang auf den Sperrlisten, obwohl sie bereits gelöscht sind oder einfach zu löschen wären.

Kauft verflucht nochmal endlich dieses Album...

Mittwoch, 29. September 2010 um 15:20 - futziwolf
... und spendet was ihr habt, damit das Teil endlich auf Vinyl erscheint:

Wie lange können wir uns die Reichen noch leisten?

Dienstag, 28. September 2010 um 13:47 - futziwolf
Telepolis: das neue ALG II: Teil1 + Teil2

Wer ausgesaugt werden will soll auch dafür bezahlen

Dienstag, 28. September 2010 um 12:47 - futziwolf
Von wegen Gesundheitsreform und Sparkurs: Vor der Pharmalobby erweist sich die Bundesregierung mal wieder als korrupt und gewissenlos und überlässt die Neuordnung des Arzneimarktes den Konzernen:
Angetreten war die schwarz-gelbe Koalition, um die Macht der Pharmakonzerne zu brechen - offenbar ohne Erfolg. Die obersten Arzneikontrolleure haben nun Alarm geschlagen. Ihrer Einschätzung nach lässt die Koalition den Pharmafirmen weitgehend freie Hand bei neuen, teuren Arzneimitteln. >>> tagesschau.de

Die Realität

Dienstag, 28. September 2010 um 00:01 - futziwolf
Zu wenig Bildung ist schon ein großes Problemfeld. Besitz an sich offensichtlich auch.

Wie sonst könnte man verstehen das z.B. der massive (auch gewaltsame) Einsatz antifaschistischer Gruppen gegen Neonazis von großen Teilen der Bevölkerung toleriert oder gut geheißen wird, dagegen Proteste und Aktionen (auch gewaltsame) gegen die hemmungslose Verdrängung und Vereinnahmung von "Szene"-Stadtteilen durch rabiate Geldsäcke, gegen gewissenlose Rüstungskonzerne oder Banken, gegen eine Arbeitsplatz- und Sozialrechte abbauende Politik ausnahmslos als Vandalismus betrachtet werden? Die bildliche Darstellung beider Probleme, der zu geringen Bildung und der Überbewertung von Besitz, ist, wie wir meinen, in folgendem Comic eines uns leider unbekannten Zeichners recht gut gelungen:

Urheberrecht? Ein Autor hat keine Rechte, sagt Jean-Luc Godard

Montag, 27. September 2010 um 20:28 - futziwolf
In Frankreich wird heftig über den richtigen Umgang mit Tauschbörsen gestritten. Während der Staat restriktiv durchgreift, bekommen die Downloader Unterstützung von unerwarteter Seite: Der 80-jährige Regisseur Jean-Luc Godard hat sich zu Wort gemeldet:
Das Urheberrecht ist tatsächlich unbrauchbar. Ein Autor hat keine Rechte. Ich habe keine Rechte. Ich habe nur Pflichten. (wie hieß das noch mal bei Bert Brecht? Eigentum ist Diebstahl?)
In einem Artikel in der New York Times vom Wochenende wird der französische Filmemacher Jean-Luc Godard  mit den obigen Worten zitiert. Der 80-Jährige meldet sich damit in der aktuellen Debatte um den Umgang mit Tauschbörsen-Nutzung in Frankreich zu Wort. Dort hat in der vergangenen Woche die so genannte Hadopi-Behörde ihre Arbeit aufgenommen. Damit soll der illegalen Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Werken wie Musik- oder Filmdateien entgegen gewirkt werden. >>> SZ

Autonome Vollversammlung in Bochum

Montag, 27. September 2010 um 19:05 - futziwolf
>>Einladung zur 2. NRW-weiten Vollversammlung für autonome Politik.Wir laden euch ein zur zweiten NRW-weiten Vollversammlung für autonome Politik am 09.10.2010 um 14.00 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum.<<                                        ( via )

Fragwürdiger Journalismus

Montag, 27. September 2010 um 02:07 - futziwolf
Der aponaut, hin und wieder als "Lurker" oder "copy'n'paste Zecke" verschrien, bedankt sich bei Tom Scott für seine Warnhinweise, die nun Jedem zu Verfügung stehen, einen im Netz gefundenen Artikel mit diesem Warnhinweis zu versehen, auf das der geneigte Leser dies als Aufforderung verstehe, sich selbst die Mühe zu machen, quer zu lesen und selbst zu recherchieren:



Tom Scott hat einen brillanten Coup gelandet. Er fragte sich nämlich schon geraume Zeit, warum eigentlich die Medien gerne Warnhinweise tragen, sobald sie Inhalte gewalttätigen oder sexuellen Inhalts präsentieren (in den USA zumal!), nicht aber ebensolche Warnhinweise, wenn sie völligen Unsinn von sich geben, sich korrumpierbar zeigen oder schlichtweg die Intelligenz ihrer Leser und Zuschauer beleidigen: It seems a bit strange to me that the media carefully warn about and label any content that involves sex, violence or strong language — but there's no similar labelling system for, say, sloppy journalism and other questionable content. Also hat Tom Scott vorgelegt und selbst solche Warnhinweise verfasst. Praktischerweise hat er sie im Netz als pdf-Dokument zur Verfügung gestellt und für Label-Vordrucke ausdruckbar gestaltet. >>> telepolis und ebendort vielleicht auch ein Beispiel, das als "fragwürdiger Journalismus" gesehen werden kann: "Beine breit und los!" Uwe Boll - der Humanist mit dem Holzhammer?

Sieben goldene Regeln für politischen Aktivismus

Sonntag, 26. September 2010 um 18:24 - futziwolf
Mike Bonanno, als Mitglied der „Yes Men“ ein Posterboy des Protests, verrät sieben goldene Regeln des politischen Aktivismus:
Steineschmeißen kann auch ein guter Weg sein. Es kann sogar absolut notwendig sein. Das wäre Regel Nummer sieben: Wenn die Anwendung der Regeln eins bis sechs nicht wirkungsvoll ist, radikalisiere dich. Dass die Antiglobalisierungsbewegung 1999 in Seattle so viel Aufmerksamkeit bekam, lag daran, dass Leute mit Skimasken Steine in Banken warfen. Es hieß hinterher, der Protest sei zu gewalttätig und deshalb nicht erfolgreich gewesen. Aber am Ende muss man sehen, ob die Ziele des Protests in die Öffentlichkeit getragen wurden.  >>> der.freitag

Voll im Trend: Uran gegen Blut

Sonntag, 26. September 2010 um 18:09 - futziwolf
Al-Qaida und der Uran-Boom in Afrika
Frankreich jagt Al-Qaida-Mitglieder, die Arbeiter einer ihrer Uran-Minen in Niger entführten

Buchtipp: Arthur Schopenhauer - Ein philosophischer Weltbürger

Sonntag, 26. September 2010 um 14:49 - futziwolf
Der Philosoph SCHOPENHAUER als radikaler Tier- und Umweltschützer
"Schopenhauer hat vehement dagegen Stellung genommen, dass man Natur und auch Tiere nur als nützliche Dinge ansieht, die man verwendet oder ausbeutet." "Das Tier ist bei ihm dem Menschen ebenbürtig, ein Wesen, das eigene Rechte hat. Insofern ist er der Vorläufer einer modernen Tierethik und auch Umweltethik." Leidenschaften, Triebe, auch zerstörerische Lebenskräfte - Schopenhauer nennt das alles "Wille" - hetzen den Menschen durch sein Dasein. "Der Mensch ist ein triebbestimmtes Wesen, die Vernunft ist nur ein Epiphänomen, ein Beiwerk, das noch hinzukommt, aber im Grunde genommen keine große Rolle spielt."
Schopenhauer ist der kalte Diagnostiker, der mit der Illusion vom guten Menschen und einer wohlgeordneten Welt bricht. Der Mensch ist für ihn eine Marionette des Wollens, eine böse Marionette - mit dem Talent zu Gier, Leid und Zerstörung. Die Aufklärung bezichtigt er der Illusion. Und unser Leben nennt Schopenhauer ein ödes Pendeln zwischen Schmerz und Langeweile. Das Glück: eine Illusion! ..."denn unsere Existenz ist ja im Grunde Leiden. Und alles, was wir an Lust und Freude empfinden, führt letztlich zu neuem Leid.



Arthur Schopenhauer - Ein philosophischer Weltbürger
von Robert Zimmer
Biografie mit sw-Abbildungen
dtv premium/Originalausgabe/300 Seiten
ISBN: 978-3-423-24800-6
Rezensionen:
glareanverlag
deutschlandradio.de
aspekte (ZDF mediathek)



Friendly Rich & The Lollipop People - “The Sacred Prune of Remembrance”

Sonntag, 26. September 2010 um 00:01 - futziwolf
*** Friendly Rich & The Lollipop People ***

Im Oktober 2010 kommt der kanadische Wahnsinn um Friendly Rich & The
Lollipop People
wieder nach Europa und  hat zudem das neue und dritte
Album mit im Gepäck: “The Sacred Prune of Remembrance” heißt es und
beschäftigt sich u.a. - und das spricht für sich - mit Rich’s
Erinnerungen an scheinheilige TV Evangelisten und schmierige Telethons
vergangener Tage.
Auch die Presse erklärte einst:
Mardi-Gras-Vaudeville-Cabaret-Polka-Zirkus für alle Altersklassen.
Humorvoll, selbstironisch und wahnsinnig unterhaltsam.” -
Motor.de
“Ihr jazziger, osteuropäisch klingender Fusion-Progressive würde Tom Waits
und den Geist von Frank Zappa zum Lächeln bringen
” - Exclaim Magazine - Sehenswert ist zudem die TV-Dokumentation über Friendly Rich:


Friendly Rich documentary (directed by Sheldon Norton)
from Friendly Rich on Vimeo

SoundDigger Vol.62: Cloudcasts: Birthday Jazz by OdDio

Samstag, 25. September 2010 um 09:44 - futziwolf