GRIZZLY BEAR - Veckatimest

Dienstag, 25. Januar 2022 um 06:49 - futziwolf


GRIZZLY BEAR : "Veckatimest" : CD//Vinyl : (Warp Records/Roughtrade) VÖ: 22.05.2009
label/vertrieb:
http://warp.net/records/grizzly-bear
http://www.roughtrade.de/kuenstler/kuenstler.php?kuenstler=1545628
http://www.beatsinternational.com/index.php?id=199



[review:]
Das ist nicht mehr dieselbe Band die 2006 : YELLOW HOUSE rausgebracht hat, oder? Blöde Frage. Überbordende kreative Entwicklung kommt jedenfalls bei jungen Newcomern beim dritten Album meißt schlecht an. Was die Herren Ed Droste (Sänger, Songwriter), Christopher Bear (Schlagzeuger), Chris Taylor (Bassist, Holzbläser) und Daniel Rossen (Sänger, Songwriter und Gitarrist) hier auf "Veckatimest" zusammengebastelt haben klingt auf jeden zuerst Mal einigermaßen verkopft und die Albuminfo lässt auch nicht gerade vermuten, eine Platte aus einem Guss präsentiert zu bekommen, bei all den Studiowechseln. Seis drum. All die merkwürdigen Vorzeichen können jedoch nicht verdecken das die GRIZZLY BEAR's ihr Meisterwerk vorgelegt haben. Kein Hitalbum und auch nix für den Strandurlaub. "Veckatimest"will entdeckt werden, ausgegraben und mit dem Willen sich von alten (Hör-)Gewohnheiten zu befreien. Haben sich Klänge, Stimmen und Lyriccs erst Mal in des geneigten Hörers Herz eingenistet, gibt es kein Entkommen mehr. Grandiose Werke die es nicht nötig haben, die vielen Verweise zu bemerken, die sich einem nach mehrmaligen hören auftun.
KAUFEN! - großmutter futziwolf


presse:
>>> Die bisherigen Könige der Chorgesänge alias Fleet Foxes bezeichneten die Platte als "das beste Album der 00er Jahre". Grizzly Bear selber bedauerten den frühen Leak - Veröffentlichungstermin ist Ende Mai. Der Bann ist also gebrochen und es gibt kein Halten mehr. Man muss schlechte Kommentare oder Vorab-Reviews wie die Nadel im Heuhaufen suchen. Eine Seltenheit. Vor allem auch, weil solche Hypes ab einer gewissen Größe gehässige Gegenreaktionen in Form von missbilligenden Kommentaren zu Tage fördern. Nicht aber beim derzeitigen Hype um Grizzly Bears "Veckatimest".
Nach anfänglicher Skepsis hat sich auch bei mir große Freude breit gemacht. Nach dem ersten Hördurchgang war ich ziemlich vor den Kopf gestoßen. Nichts, aber auch rein gar nichts setzte sich. Zuviel passiert auf der Platte. Nach 72 Stunden und etlichen Durchgängen hat sich "Veckatimest" aber offenbart. Jeder der zwölf Songs konnte sich in Ohr, Herz und Erinnerung festfressen, trotz der eher schlechten Leak-Qualität. Die Platte ist wie ein Biest: Zuerst wartet sie ab, schnüffelt um einen herum, und beisst dann zu. Gnadenlos. Es ist fast unmöglich einen Lieblingssong auszumachen, denn jeder ist auf seine Art und Weise einzigartig und nahezu übermenschlich. Wäre ich aber dazu gezwungen, dann wäre es "Fine For Now". Der ist Wolkenkratzer-mässig groß. Wahnsinn. Ganz großes Tennis im noch größeren Kino. <<<
artist website:
http://www.grizzly-bear.net/
http://www.myspace.com/grizzlybear
contact:
info@grizzly-bear.net
store:
http://www.grizzly-bear.net/store.php
mukke:
http://www.grizzly-bear.net/audio/
http://www.myspace.com/grizzlybear
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discography:
2009 : Veckatimest
2009 : Two Weeks
2007 : FRIEND (EP)
2007 : KNIFE
2006 : HORN OF PLENTY
2006 : YELLOW HOUSE
KONZERTE:
bis Juni 2009 nur in den USA
siehe: http://www.myspace.com/grizzlybear



labelinfo/bio:
Grizzly Bear veröffentlichten 2006 das Album Yellow House. Seitdem ging es langsam, beständig und auf atemberaubende Weise voran, und in Anbetracht des jenseitigen Charmes und der Überzeugungskraft des Albums ist es kaum zu glauben, dass seitdem bereits drei Jahre vergangen sind.
Das mag lang erscheinen. Doch es wirkt angemessen, wenn man Grizzly Bears hektischen Tourplan (darunter Abstecher mit Radiohead, TV On The Radio und Feist, einige Auftritte während eines fünftägigen Paul Simon-Tributs an der Brooklyn Academy of Music und eine Show an der Seite des Los Angeles Philharmonic Orchestras), sowie die Veröffentlichung der 10-Track EP Friend (mit überarbeiteten und neu aufgenommenen Songs, Kollaborationen und Coverversionen) berücksichtigt.
Vor ungefähr einem Jahr jedoch fingen Ed Droste (Sänger, Songwriter), Christopher Bear (Schlagzeuger), Chris Taylor (Bassist, Holzbläser) und Daniel Rossen (Sänger, Songwriter und Gitarrist, der mit seiner anderen Band Department Of Eagles letzten Herbst das sublime Werk In Ear Park veröffentlichte) an, Demos auszutauschen und in wechselnder Zusammensetzung kreativ zu werden. Ein paar Monate später brachen sie mit dem mobilen Aufnahmestudio von Produzent und Toningenieur Chris Taylor auf und begannen die Arbeit an Veckatimest, die sich über die nächsten sechs Monate und drei einzigartige Aufnahmeorte erstrecken sollte. Dieser Entstehungsprozess ist in mancher Hinsicht ein Schlüssel zum Album, denn mit jedem Ort kamen neue Inspirationen, die das Zusammenspiel und dadurch letztendlich die Songs aufs Neue beeinflussten.
Den Juli verbrachte die Band drei Wochen in Glen Tonche, einem Anwesen im Norden des Bundesstaates New York. Obwohl Grizzly Bear noch dabei waren, sich selbst zu finden, wurde dort bereits das Fundament des Albums gelegt. Nach einer kurzen Unterbrechung für die Tour mit Radiohead im August fand sich die Band erneut in einem Haus in Cape Cod zusammen, das Drostes Großmutter ihnen freundlicherweise zur Verfügung stellte. Dort wendeten sie sich den Kompositionen, die in Glen Tonche begonnen wurden, erneut zu und verdichteten sie weiter. Für den Feinschliff und die endgültige Fertigstellung kamen Grizzly Bear dann zurück nach Hause, in eine Kirche in New York. Benannt ist Veckatimest nach einer kleinen, unbewohnten Insel auf Cape Cod, deren Besuch die Band inspirierte und deren indianischer Name ihnen besonders gut gefiel. Der Künstler William O`Brien entwarf als perfektes Gegenstück zu diesem geheimnisvollen Titel das farbenfrohe, handgezeichnete Artwork des Albums.
In Sachen Klang und der Vision besitzt Veckatimest eine unglaubliche Klarheit. Der Gesang (an dem sich alle Bandmitglieder beteiligen) wirkt schärfer und komplexer, die Arrangements sind kompakter, die Produktion ist wagemutiger und die Texte gehen stärker unter die Haut. Durch den frühen Eintritt in einen kreativen Dialog haben es Grizzly Bear geschafft, alle 12 Songs gemeinsam als Band umzusetzen. Das macht das Album zu ihrer bis dato stärksten kompositorischen Zusammenarbeit.
Das alles ergab eine unglaubliche Fülle an Material, das zuversichtlicher, reifer, konzentrierter und vor allem dynamischer wirkt. Das fängt an bei Songs wie "Dory" (ein elegantes, psychedelisches, sich ständig fort entwickelndes Stück), "Ready Able" (ein Synthie-Song, sowie eines von vier Stücken, das durch Streicher-Arrangements des Komponisten Nico Muhly glänzt) und "Foreground" (ein klagendes, vom Gesang getriebenes Abschiedslied, sowie eins der beiden Stücke mit herausragenden Chor-Arrangements - ebenfalls von Muhly) und geht hin bis zu überwältigenden Popsongs wie "Two Weeks" (eine Doo-Wop-Nummer aus dem Jenseits, mit Backing-Vocals von Beach-House-Sängerin Victoria LeGrand) oder "While You Wait For The Others" (ein triumphales, melodiös-kakophonisches Pop-Meisterwerk). Veckatimest ist ein Album, das von höchsten Höhen bis in tiefste Tiefen reicht - eine unglaublich vielseitige Sammlung von Songs, die die Stärken aller Bandmitglieder und die Kraft des Ganzen feiert. Das Warten hat sich wirklich gelohnt.


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