Aus dem ehrenwerten Haus

Samstag, 17. April 2010 um 10:19 - himbeertoni
Wir waren trommel-mäßig auf einer Reise, auf dem Weg zum Muppet-Tier
oder auch dem altklugen Spaßbremsen-Liliputaner von SS-Mitarbeiter a.D.
Günther Grass. Oder auch, wie eine Waschmaschinenmetapher. Dann
hat sie angeschellt. Die Fotze....


Sie sah ziemlich verdinglicht aus. Bevor sie etwas sagen kann, kacken wir ihr in den Mund, doch sie kann ihr ungewaschenes Maul nicht halten. Sie müsse schließlich arbeiten und habe auch sonst nichts gegen Konzerte nach 22 Uhr in einem dünnhäutigen Mietshaus. Unsere Wände sind so dünn wie Haut, dass ein jeder teilnimmt, wenn wir weinen, unser Flüstern würd Gegröle, wenn wir nicht schon grölen würden.

Da stand sie nun, in ihrem ALG II-Gabba-Kostüm, für das sich selbst die schwärzesten Negerkinder noch schämen würden. Oder sogar der schwule „Candle In The Wind“-Sänger. Selbst ein armloser Provinzpriester würd die nicht anpacken. Auch nicht vor 10 Jahren, als er noch Arme hatte und sie noch ein Kind war.

Wir hassen sie nicht, weil sie unsere alte – jetzt unter uns liegende - Wohnung übernommen hat ohne jemals den vereinbarten Abstand zu zahlen. Wir hassen sie nicht wegen der Einbauküche, die sie dann kurzfristig doch nicht wollte und die wir dann zu ihrem Einzug nach Jerusalem oder Bethlehem, unser Mekka, ihr innerer Reichsparteitag, den Kölner Dom runter tragen mussten. Oder das mit den vielen Treppen und dem Mönch der riecht, ob der Mann vielleicht eine Frau ist (frivol).

Aber das hat uns nicht gestört. Dafür hassen wir sie nicht. Wir hassen sie auch nicht wegen ihrer Eltern, die penetrant wie ein Jehovas-Call-Center nur ohne Anzug und ohne Wertesystem das Opfer-Täter-Verhältnis verdreht haben, anders gesagt: aus Klaus Kinski Mahatma Ghandi machten. Und vielleicht immer noch machen. Wir haben die im Wahllokal gesehen. Wir sind Wahlhelfer. Damals noch nicht. Aber heute. Bald sehen wir sie wieder mit ihrem blöden Hund. Wir werden Perrücken basteln und Trommeln - aus ihrem Hund. Den Wahlzettel fälschen. Aber nicht wegen der Dinge, wofür wir sie nicht hassen, sondern dafür, dass sie ihr ungewaschenes Maul nicht halten kann, Mahatma Kinski, die blöde Schlampe. Die putzt den Flur nicht und hatte nicht nur einen Zettel an ihrer Tür kleben, in diesem ehrenwerten Haus.
Wir hassen sie auch nicht wegen des Ihr-Hund-steht-plötzlich-vor-unseren-Betten-und-leckt-unser-Wurstbrötchen-und-die-Leine-hat-noch-unser-Laminat-und-unsereKüchenplatte-zerkratzt-und-sie-steht-plötzlich-da-und-sagt-man-muss-ja-seine-Wohnungstür-nicht-auflassen-Vorfalls. Wir haben Drogen genommen. Dafür hassen wir sie nicht. Sie war gar nicht da die blöde Schlampe.


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Kommentare

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  1. karl :

    Was ? Lasst mal die Drogen aus dem Kopp !

  2. himbeertoni :

    ...das lyrische Wir(r) ist verwir(r)t


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