DER KULT GEHT WEITER - Die FABRIK

Samstag, 2. August 2014 um 08:30 - futziwolf

Nachdem sich in den letzten Ausgaben des Aponauten schon einige unkommerzielle Konzertgruppen vorgestellt haben, soll diese Serie an dieser Stelle mit der alten Fabrikkonzertgruppe fortgesetzt werden, die sich heute "Fabrik im Exil" oder selbstironisch "Reste aus Vorjahren" (nach einer Stempelinschrift) nennt und ihr Unwesen momentan im autonomen Zentrum in Mülheim treibt.
Fangen wir am besten chronologisch an. Entstanden ist diese Truppe aus der Punk/Hardcorekonzertgruppe "Zebracore", die ab Mitte der Neunziger für viele grandiose Konzerte in der Duisburger Fabrik verantwortlich war. Da ich durch meinen Umzug nach Duisburg nicht nur mangels Alternativen, sondern mehr durch den subversiven Charme und dem gepflegt ranzigen Ambiente schnell Stammgast in der Fabrik wurde, blieb es nicht aus, daß ich nach kurzer Zeit gefragt wurde, ob ich nicht Bock hätte bei den Konzerten mitzumachen. Klar hatte ich Bock und so wurde ich bereits beim ersten Mal hinterm Tresen verschlissen, während der Rest der Bande sich vor der Bühne zu den Klängen der göttlichen P.A.I.N. den Wolf tanzten.
Blut hatte ich also reichlich geleckt und so wurde das Organisieren von mittelprächtigen bis genialen Konzerten ein immer größerer Bestandteil meiner Freizeit, der zwar keinerlei Geld erbrachte, dafür lernte ich aber jede Menge tolle Menschen kennen und die Partys nach den Konzerten waren eigentlich auch immer von allerfeinsten. Nachdem wir uns dann in den letzten Monaten der Fabrik ein "wenig" verausgabt hatten (teilweise zwei Konzerte jedes Wochenende) kam das Ende dann schon fast wie eine Befreiung, doch lange dauerte dieser Zustand nicht an. Neue Leute, rekrutiert aus Stammgästen wie ich Jahre vorher brachten neuen, frischen Wind in die ganze Sache und nachdem sich der AStA-Keller der Duisburger Uni nicht als geeignete Lösung erwies zogen wir ins AZ Mülheim um, wo wir jetzt mehr oder weniger einmal im Monat zum Tanztee bitten( am 28.1. Stopcox aus Berlin, am 18.2. Riot Brigade und Guerilla aus Süddeutschland, sowie eine Antikarnevalsparty am 26.2.).

Ziel von uns ist es weiterhin der geneigten Masse unkommerzielle Konzerte aus dem weiten Spektrum des Punk/Hardcores zu zeigen, von übelsten Crustgeboller zum Rock'n'Roll, von klassischen Punkrock bis hin zum Ethnobeat oder gar jazzigem Georgel, hauptsache es gefällt und paßt zu unseren Vorstellungen vom DIY-Prinzip und beinhaltet keine rechtsoffene, patriotische oder sonstwie dämliche Prollscheiße. Jetzt wird sich bestimmt mancher fragen "warum machen die Idioten so was, und dann auch noch ohne jegliche Bezahlung?". Einfache Antwort: Es macht einfach Spaß, die weiteren Gründe bitte im Aponauten Nr. 2 nachlesen, da ist Jochen von der Virus-Konzertgruppe aus dem Druckluft in Oberhausen genauer ins Detail gegangen und auf jeden Fall kann ich seinen Ausführungen auf ganzer Linie nur recht geben, denn trotz mancher Nervereien von von irgendwelchen komatös zugeknallten Primaten (in der Regel sehr selten) überwiegen die positiven Erlebnisse deutlich.

Eine Dankesliste erspare ich mir jetzt aus Platzgründen, wer bei uns herzlich willkommen war und ist hat das hoffentlich auch so mitbekommen und das gilt jetzt so wohl für die Bands, als auch für das ganze Fußvolk, welches regelmäßig zu unseren Gigs kommt und uns auch im Exil die Treue hält. Für alle die, die uns bisher noch nicht kennen und jetzt neugierig geworden sind gibts natürlich auch eine Homepage unter http://www.puk.de/fabrik/Fabrik-Home.htm , auf der man sich die aktuellen Termine und schöne andere Gimmicks wie Fotos ansehen kann, also einfach mal vorbeischauen, nicht nur im Netz, sondern auch im AZ Mülheim (Auerstr.51, Nähe Hbf)!

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