TRIKONT Label Preview 02

Donnerstag, 24. Mai 2018 um 19:55 - futziwolf

mit: APPARAT HASE + Early Black RockŽn Roll 1948 : 1958 : V.A. + COCO SCHUMANN

APPARAT HASE: s.t. : (trikont) : VÖ : 07. November 2008
label/vertrieb:
http://www.trikont.de/
Vertrieb: INDIGO



[review:]
Die spielen bestimmt auch mal mit KNARF RELLÖM. Aufgekratzter Minimal-Elektro(-Punk) von zwei Frauen, der immerhin nach Bewegung klingt, wenngleich auch diese Damen wohl zu sehr Künstlerinnen sind, um ihre Texte abzudrucken oder mit dem Platz, den so ein Digipack bietet, mal irgendwas halbwegs Sinnvolles anzufangen. Ist das eigentlich subversiv, Studenten zum Zucken zu bringen? Hängt wahrscheinlich davon ab, ob man dazu irgendwelche Beats benutzt oder ein Starkstromkabel. - atakeks


presse:
>>> Vor vier Jahren wurde die Münchner Beinahe-Riot-Grrrl-Band noch unter dem Namen Hellfire mit amerikanischem Haudrauf-Appeal und fiesen Gitarrenbrettern nicht müde zu brüllen, sie wolle kuscheln.
Nun singen sie von "roten Rüben, die man reiben und küssen muss". Oder von "Pussy", der "Mutter der Society". Drüber und drunter liegt Billo-Electroclash-Sound. Der Habitus erinnert, besonders bei den in englischer Sprache gesungenen, gesprochenen, gegurrten oder gepiepsten Stücken, an Miss Kittin oder Peaches. Am Ende bleiben ein akustischer Scherzartikel und die schwierige Frage, wie denn das musikalische Äquivalent des Buches "Feuchtgebiete" klingen könnte. <<< intro
>>> Apparat Hase sind das Duo Beate Dorsch und Sarah Bogner (je Keyboard, Geräusche, Gesang). Als Gäste laden die beiden sich gerne Robert Merdzo und Andreas Schege ein, live ist noch ein Schlagzeuger mit von der Partie. Früher spielten Apparat Hase bei der Band Hellfire ("Kuscheln"). Auf "Meuterei auf dem leeren Schiff" singen, toben, gurren sie mal hoch, mal tief, mal langsam, mal schnell, auf Deutsch und Englisch von Schwächen und Stärken, Ekstase und Abhängigkeit, Lust und Trauer. Ein minimaler Dance- und Electro-Pop, der verdammt gut nach alter NDW oder noch älterer New Yorker Art-School-Disco klingt, in dem New Wave mit alter Schule und Vintage-Elektronik auf dem Independent-Dancefloor landen. Die Texte handeln von "Pussy, Mutter der Society" und "Roten Rüben, die man reiben und küssen muss". Schön und provokant. <<< indigo
artist website:
http://www.apparathase.com/
http://www.myspace.com/apparathase
contact:
parat@apparathase.com
trikont@trikont.de
APPARAT HASE sind:
Bea Dorsch und Sarah Bogner
Musikalische Gäste:
Robert Merdzo und Andreas Gerth
mukke/video:
http://www.apparathase.com/
http://www.myspace.com/apparathase





Early Black RockŽn Roll 1948 : 1958 : V.A. : CD. : (trikont) : VÖ: DEZENBER 2008
label/vertrieb:
http://www.trikont.de/
Vertrieb: INDIGO



[review:]
Yes, was für ein schweinegeiler Sampler. Uralte, zum Teil herrlich ungeschliffene Aufnahmen von CHUCK BERRY, BO DIDDLEY, IKE TURNER, HOWLINŽ WOLF, ETTA JAMES, RUFUS THOMAS und anderen schwarzen Größen der US-Musikgeschichte, die hier nochmals eindrucksvoll unter Beweis stellen woher der RockŽn Roll kommt, nämlich aus dem Rythm & Blues (tja, ihr Nazi-Dödel dieser Welt, das mit dem weißen Skinhead-RockŽn Roll ist echt ein ziemlich großer Irrtum, ihr müsstet eigentlich alle Volksmusik machen. Sorry.) Darüber hinaus darf mensch, wie immer bei Trikont, nicht nur ein ausführliches Booklet genießen, sondern auch noch manchen unbekannteren Musiker entdecken und alle, die ganz großen wie die zu Unrecht in Vergessenheit geratenen, haben hier eines gemeinsam: Es geht straight und ohne viele Schnörkel nach vorne und die Songs sind, ähnlich wie bei den frühen RAMONES, erfrischend kurz. Was mir gerade fehlt sind ne Flasche Whiskey und ein Auto mit einem nicht ganz so betrunkenen Fahrer. Und dazu dann das beschwingte "IŽm going down to Tijuana" von ANDRE WILLIAMS. Und hinterher "21 days in jail" des viel zu früh verstorbenen MAGIC SAM. Ja, nicht wenige Geschichten, die ein MIKE NESS erzählt, gibtŽs eigentlich schon hier zu hören. - atakeks


presse:
ROLL YOUR MONEYMAKER featuring:
Ike Turner`s Kings Of Rhythm Howlin` Wolf Etta James Shakey Jake Lazy Lester Rufus Thomas John J. Moses Andre Williams Ruth Brown Ike Turner Bill Davis Trio Big Maybelle Johnny "Guitar" Watson Slim Harpo Otis Rush Sister Rosetta Tharpe Billy The Kid Emerson Bo Diddley Ann Cole with The Suburbans Magic Sam Chuck Berry Jesse Stone Joe Tex Junior Parker *
"Lange bevor Elvis in den Sun-Studios seinen Hüftschwung fand, sich die Rolling Stones den Mississippi-Blues aneigneten und mit Legionen weißer Bands ihre verstärkten Gitarren aufröhren ließen, hatten schwarze Blues-, Gospel- und Jazz-Performer den Grundstein für die musikalische Revolution gelegt, die die westliche Welt von Grund auf erschüttern sollte: Rock`n Roll. Weit weniger bekannt als ihre weiße Epigonen, stellte sie doch die meist erdigeren Originale: Als Performer, die für ein stets auf neue Sounds erpichtes schwarzes Tanzpublikum die archaische Wucht des Blues mit Country-Melodien und dem fiebernden Beat der schwarzen Gottesdienste zusammenbrachten, urafrikanische Rhythmen mit elektrischer Verstärkung kurzschlossen. Neben geläufigen Namen wie Chuck Berry, Howlin` Wolf oder Bo Diddley werden auf "Roll Your Moneymaker" viele zu Unrecht übersehene Rock`n Roll-Wegbereiter gewürdigt: Von der Gospelsängerin Sister Rosetta Tharpe über Jimi-Hendrix-Vorbild Johnny Guitar Watson, von Ike Turners frühen Rockabilly-Blaupausen bis zum Doo-Wop-Rock von Ruth Brown reicht das Spektrum und auch Magic Slim, Andre Williams, Big Maybelle, Rufus Thomas, Lazy Lester, Etta James und Jesse Stone dürfen hier nicht fehlen."
Jonathan Fischer




COCO SCHUMANN: Rex Casino CD/ DVD : (trikont) : VÖ: 23. Januar 2009
label/vertrieb:
http://www.trikont.de/
Vertrieb: INDIGO



[review:]
COCO SCHUMANN, KZ-Überlebender, erster Musiker Deutschlands mit einer E-Gitarre, vor allem aber, wie DJANGO REINHARDT, einer der großen Swing-Helden. Hier gibt es einen Live-Mitschnitt aus dem Jahr 1955, entstanden in einem Berliner Club, dem Rex Casino, in dem sich zu jener Zeit wohl vor allem Angehörige eines US-Militärgeheimdienstes herumtrieben, und dazu noch etliche Radio-Aufnahmen, u.a. eine von 1996, die obgleich besser produziert, nicht weniger Charme besitzt. Allerdings hat SCHUMANN auch immer wieder Ausflüge in Richtung seichte Tanzmusik unternommen und dorthin, wo von seinen Jazz-Wurzeln nicht mehr viel zu spüren ist, wo sich das Kreuzfahrtschiff-Publikum über das Parkett schiebt, vermag ich ihm beim besten Willen nicht zu folgen. Dankenswerterweise liegt hier nicht der Schwerpunkt der CD, so dass sich der Kauf und die Reise in eine Zeit, in der man in Bars beim Trinken noch rauchen und Swing hören konnte, trotzdem lohnt. Die beigefügte DVD enthält privates Archivmaterial SCHUHMANNs, Konzertmitschnitte und Reiseaufnahmen, unter anderem auf Super-8, und genauso interessant wie die CD. - atakeks


presse:
Der große Meister des Swing und einer der letzten Zeitzeugen des Holocoust - vom Berliner Jazz-Underground zu den Ghetto-Swingers nach Theresienstadt, von Auschwitz nach Australien, mit dem Swing zurück nach Berlin. Diese Mischung bringt uns direkt ins Jahr 1955, ins Berliner Rex Casino. Coco`s Combo spielt zum Tanz und zur Unterhaltung. Diese sieben Aufnahmen werden ergänzt durch spätere Einspielungen und eine DVD mit seltenen Filmaufnahmen aus Cocos Privatarchiv.




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