JUANA MOLINA - UN Dia

Dienstag, 25. Januar 2022 um 06:15 - futziwolf


JUANA MOLINA : "UN Dia" : CD // DG - (domino // indigo // ) : 10.10.2008
label/vertrieb:
http://www.dominorecordco.com/uk/albums/29-07-08/un-dia/?n=302c168bc59797794ffb
http://www.indigo.de/unser_programm/6517/



Immer diese künstlerischen Weiterentwicklungen! Da hat man sich gerade mal wieder auf die ersten drei Alben eines neuen Künstlers eingeschossen und seine spezielle Form des Ausdrucks genossen, da verabschieden sich die Künstler auch schon wieder von den liebgewonnenen Hörgewohnheiten.
Nee, im Ernst, bei JUANA MOLINA waren mir die Lyrics eh immer schon Latte. Mein Spanisch ist nicht besonders weit entwickelt und viel mehr als eine zusätzliche Harmonie oder ein weiteres Instrument war der Gesang nicht (da mögen viele, deren Textverständnis weiter als meins geht, aufschreien). Das JUANA MOLINA auf "UN Dia" den Gesang und die Texte noch mehr zurücknimmt, verstört vielleicht beim ersten hören und man vermisst irgendwas. Doch was er da vergisst, hat der Hörer schnell vergessen, da es JUANA MOLINA mal wieder auf geheimnisvolle Weise schafft, mit ihren flirrenden Rhythmusloops den Zuhörer in Trance zu versetzen. Auf ihrem fünften Album geht es noch spartanischer und elektronischer zu als bisher, und es wird sich niemand beschweren, wenn im Cafe die CD "UN Dia" auf Random und Dauerwiederholung abgespielt wird. Die Wetten stehen gut, das JUANA MOLINAs nächstes Album ein Instrumentalwerk wird, mit ihrer Stimme als Vogelgezwitscher im Hintergrund. Tourtermine siehe unten. - großmutter futziwolf


presse:
>>> Zwischen Song und Track - das neue Album von Juana Molina. "Un Día" ist keine Platte, die einem die Hände entgegenreckt und schreit: "Küss mich, kauf mich!" Zu komplex, zu eigen ist der Sound von Juana Molina. Alles schwirrt und schwimmt bei Juana Molina - die verspielten Rhythmen bilden einen schier endlosen Groove-Teppich. Darin eingewickelt: eine sanfte Stimme, eine Folk-Gitarre und der Zufall als oberstes Ordnungsprinzip.
Ordnungskriterien wie Verse, Refrain, Bridge haben Juana Molina schon immer gelangweilt. Trotzdem war ihr erstes Album "Rara" 1996 eine eher konventionelle Singer-Songwriter-Platte. Mit "Un Día", Album Nummer fünf, ist sie nun ihrem Traum von einem Sound ohne feste Songstrukturen schon sehr nahe gekommen. Sie selbst sagt: Was sie am meisten inspiriere, ist der Random-Modus in der Natur. Der Gesang eines Vogels beispielsweise folge auch nie einem fixen Muster. Das sei doch viel spannender als die Erwartbarkeit eines herkömmlichen Songs.
Auch das Leben von Juana Molina verlief bisher alles andere als erwartbar. Ende der 80er fängt sie an zu schauspielern. Sie braucht Geld für Miete und Gitarrenstunden. Nur wenige Jahre später ist sie ein Comedy-Star in Argentininien. Ihre Show "Juana y sus hermanas" läuft in ganz Lateinamerika. Erst als sie 1994 schwanger wird und eine kurze Pause einlegen muss, wird ihr bewusst, was sie da eigentlich tut - und ab da macht sie nur noch Musik. Zwei Jahre später erscheint "Rara", ihr erstes Album. Ihre argentinischen Fans sind geschockt. Viele verlassen ihre Konzerte entrüstet, können mit ihrer neuen Indie-Pop-Identität nichts anfangen. Erst als sie mit ihrem zweiten und dritten Album in Nordamerika und Europa zunehmend Beachtung findet, vergessen auch die Menschen in Argentinien langsam wer Juana Molina einmal war: nämlich eine der bekanntesten Ulknudeln des Landes.
Vor allem Papa Molina dürfte hoch erfreut gewesen sein über den Kurswechsel seiner so vielfältig begabten Tochter. Horacio Molina ist in Argentinien ein berühmter Tangosänger und -komponist. Er hat seiner Tochter schon mit fünf die ersten Gitarrenstunden gegeben. Und schon damals hat er in ihr eine musikalische Ästhetik verankert, die sie bis heute geprägt hat. Die Menschen sind seiner Meinung nach zu konservativ, was ihre Definition von Musik angeht. Von ihm hat Juana gelernt, dass Musik viel mehr sein kann: eben auch das Ticken einer Uhr oder das Klicken von Highheels auf dem Asphalt.
Wenn Juana Molina live auftritt klingt keine Show wie die andere. Sie steht alleine mit ihrer Gitarre auf der Bühne. Um sie herum etliche Synthesizer, ein Computer und am Boden die unverzichtbaren Looping Pedals. Natürlich sind die Songs live länger als auf Platte. Ein Loop wird auf den anderen geschichtet und das Stück baut sich erst langsam auf. Analoge und digitale Welt verschmelzen unaufhaltsam zu einer faszinierenden, hypnotischen Endlos-Schleife. Kaum vorstellbar, dass die Argentinierin im Juli dieses Jahres zusammen mit Feist auf Tour war, so wenig poppig, ja so abenteuerlich klingt ihr neuer Sound. Eine Musik, die sich vermutlich am ehesten mit den betörenden Soundbasteleien von The Books vergleichen lässt.
Hat man Juana Molina früher noch im Folktronica-Regal gefunden, ist mit "Un Día" ihr Sound zum abstrakten, stark repetitiven globalen Groove mutiert. Worte und auch Sätze tauchen zwar noch auf, werden langfristig aber wohl keine Rolle mehr spielen... <<< Von Angie Portmann
artist website:
http://www.juanamolina.com/
http://www.myspace.com/juanamolina
mukke:
http://www.juanamolina.com/down_mp3.html
http://www.myspace.com/juanamolina
video:
juana molina - un día


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Juana Molina - La Verdad (fanvideo)


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Juana Molina - No es tan cierto


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discography:
Un Dia : 2008
Son : 2006
Tres Cosas : 2004
Segundo : 2003
Rara : 1996
contact:
juanayfede@cotelnet.com.ar
bookingcontact:
kalle@pitchandsmith.com
tour:
22-Oct CZ Prag / Lucerna Music Bar
23-Oct DE Berlin / Centre Francais
24-Oct DE Hamburg / Prinzenbar
25-Oct NL Amsterdam / Paradiso
27-Oct FR Paris / Fleche díor
28-Oct SP Barcelona / Sidecar
29-Oct SP Madrid / Moby Dick



bio:
Un Día is Juana Molina's fifth album, in a career dedicated to following a most inspired and inspirational muse. It's twelve years on from her debut, Rara and, if that album perhaps struggled at first to find an audience, then that audience has grown surely and strongly with the albums that have followed. But it's not that Molina has made concessions to the marketplace, or chased a more accessible sound; as is often the case with visionary artists, instead the world has caught up with her, the pop landscape shifting to create a new context, where the joyous pop' elements of her music make immediate sense.
It makes perfect sense, for example, that Molina is currently on tour with Feist, one of a growing wave of artists whose music is recorded in unconventional' ways, who take maverick liberties with the received wisdoms of song writing and song structure, and yet still compose music that is compelling, accessible, addictive and irresistibly, strangely pop'. And while the global influences upon her work, drawing from a well much wider than the simple western pop tradition, might once have exiled Molina incorrectly in the World Music' section of your local record shop, a spectrum of artists from MIA to Bjork to Konono No.1 have torn a fissure between World' and Pop', and encouraged us to open our ears wide enough that Juana's hypnotic music can't help but beguile.
And Un Día is a hypnotic record, restless, alive with melodies that surface imperceptibly before burrowing into your brain, never to leave. It's a record informed by an ever shifting and polymorphous sense of groove, rhythms writhing over and inside each other, played out on wood and cymbal and bombo legüero, and woven from electronic glitches. "I noticed rhythm on my previous records was tacit, there but concealed," explains Molina. "For this record, I aimed to make what was obvious to me obvious to others, to bring it to the front, like a hidden layer in Photoshop."
This approach informs more than just Un Día's rhythms. These songs are bright and playful; for all their seeming complexity, the melodies and harmonies of tracks like ¿Quien? (Suite)' lock into place instantly, the gentle and trancelike conversation between coos and sighs and handclaps and murmurs building to nagging, chiming hooks and refrains. And while she has experimented with Ambient and Electronic music : and while those experiments still indelibly colour her approach : Un Dia is a warmly human record, Molina's voice played to the foreground, gliding dreamily through the tangle tentative rhythm on the blissful eddy of No Llama', sighing urgently along with the spectral guitars and keyboards of Los Hongos De Marosa'.
This is adventurous, magical music, taking bold steps into some unknown, but forever beckoning us, encouraging us to follow. "The songs are more abstract, with fewer lyrics, less literal imagery," Molina offers. Her intonation on the album's eponymous opening track speaks volume, however:
"Un día voy a cantar las canciones sin letra y cada uno podrá imaginar si hablo de amor, de desilusión, banalidades o sobre platón."
(Or, in English) "One day I will sing the songs with no lyrics and everyone can imagine for themselves if it's about love, disappointment, banalities or about Plato."
Juana Molina's music contains multitudes. Come be seduced


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