ROGALL - Rogall & The Electric Circus Sideshow

Dienstag, 25. Januar 2022 um 07:00 - futziwolf


ROGALL - Rogall & The Electric Circus Sideshow : CD/LP - (Perfect Toy Records) - VÖ - 17.10.2008
label/vertrieb:
http://www.perfecttoy.de/
http://www.our-distribution.de/site/index.php
http://www.beatsinternational.com/

booklet:
Die hochwertige CD erscheint mit 20-seitigem Booklet, allen Lyrics und einer exklusiven Kurzgeschichte von Paul Waldner. Für das Booklet wurden außerdem Holzschnitte von allen Pro-tagonisten angefertigt.
http://www.beatsinternational.com/fileadmin/bilder/Rogall/booklet.pdf


review:
Hat JIM JARMUSH einen neuen Film gedreht und keiner hats mitbekommen? Hier ist jedenfalls schon mal der Soundtrack dazu: The Electric Circus Sideshow von ROGALL. Es geht nicht um den gleichnamigen Berliner Circus, sondern um den NYLON-, ATOMHOCKEY- und MICATONE-Produzent STEFAN ROGALL und acht weitere namhafte Künstler, die alle im Einzelnen weiter unten in der Labelinfo und der Bio beschrieben sind.
Angenommen es steht an, die beste Platte unter dem Aspekt "Innovativste Transformation der letzten 50 Jahre Musikgeschichte ins 21. Jahrhundert" auszurufen, dann haben wir mit The Electric Circus Sideshow den Sieger vorliegen. Wie hier Dub, Rocksteady, CountryFolk, NewJazz, Blues, Rock und Tango mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit; fernab von jedem Bastardschmock; zu einem genialen Crossover verschmelzt werden, ist einfach fantastisch. No Filler, only Hits. Das bisher nur sechs Songs des Albums ausgewählt wurden um auf zwei wunderschöne 10inches gepresst zu werden, liegt nicht daran das die restlichen sechs Songs es nicht wert gewesen wären, das Dritte 10inch Vinyl wird sicher noch kommen.
ROGALL hat zusammen mit seinen Verbündeten auf The Electric Circus Sideshow fast so was wie seine musikalische Autobiographie herausgebracht, die gleichermaßen musikhistorisch wie zukunftsweisend ist, was den modernen Umgang mit Genreübergreifender Musik angeht. Kongenial geben die Lyrics diese Musikodyssee in teils düsteren wie auch humorigen Texten wieder. Wem das alles jetzt überhaupt nix gesagt hat, der möge sich in der unten anschließenden Bio und Labelinfo mit dem üblichen Namedropping und Anekdoten versorgen oder sich einfach in den Musik-Links bedienen. Viel Spaß dabei. Es lohnt sich. Ach so, was die schönen 10inch Vinlyl Ausgaben angeht, da müsst ihr euch beeilen, die sind auf 500 Stück limitiert. - großmutter futziwolf


presse:
>>> Indielectric ist ja durchaus ein geläufiger Begriff. Doch wie der ehemalige Sonar Kollektivler hier das Thema von einer ganz anderen Seite aufgreift, macht dem Namen alle Ehre. Willkommen in der Manege der Electric Circus Sideshow. Hören Sie Dinge, wie Sie sie noch nie gehört haben. Der Opener, für den Rogall Rob Gallagher aka Earl Zinger (Koop, 2 Banks Of 4, !K7) gewann, hat noch diesen tricky Groove, für den große Kinder wieder den inneren Clown aktivieren, erzählt schon die weirde Story einer Odyssee, die an einem Lagerfeuer in der Wüste Nevadas zu enden scheint.
Niemand anderes als Henry Rollins hat hier an der Seite von True Spirit Hugo Race (u.a. Mitbegründer von Nick Cave and The Bad Seeds) einen Downbeat-Blues mt einem Poem versehen. Und als wäre das nicht genug der kruden Gestalten, kriecht Sax-Legende Steve Moss aus einer mächtigen Nebelwand. Das Ergebnis steht derart zwischen den Stühlen, dass es mit seinem Crossover-Potential eine neue Bresche schlägt. Am Ende erhebt sich ein "Rising Star" aus einem Downtempo-Detroit-Dub, den wiederum Hugo Race und Gitarren aus der Echoschleife seine eigene Note verleihen. Irgendwie total verrückt - und genial. <<< m.path.iq
>>> Eine elektrische Zirkusshow : welch schöne Umschreibung dessen, was auf diesem Album auf den Hörer lauert! Zwölf Songs = zwölf verschiedene Charaktere, die nacheinander in die Arena treten und für Unterhaltung sorgen, so grundverschieden, wie es nur je die Beteiligten einer Zirkustruppe gewesen sind. Freaks, allesamt.
Als Impresario fungiert Rogall, seines Zeichens Produzent dieser Platte und bekannt als DJ und Tausendsassa beim Label Nylon, der eine bunt zusammengewürfelte Truppe von Freunden und Bekannten für dieses Projekt gewinnen konnte. Verbindendes Element und Ideengeber war die gemeinsame Liebe für bestimmte Musiken. Zu hören sind Rockabilly, gespenstischer Soul, Saxophone, Hörner und Mundharmonikas, das Tuten der alten Eisenbahnzüge, während sie nach Westen düsen, viele Gitarren, Roots-Rock, Dub, verhallende Echos, Tango und Folk, Elektronik und Akustik vereint in alter Frische. Das hochwertige Booklet mit 20 Seiten und Holzschnitten aller Beteiligten ist dazu eine Kaufempfehlung für sich. <<< Tina Manske
mukke:
http://www.myspace.com/rogalltheelectriccircussideshow
http://www.myspace.com/perfecttoyrecords
beyond garden walls -mp3-
artist website:
http://www.myspace.com/rogalltheelectriccircussideshow
http://www.rogall.dj/
contact:
info@perfecttoy.de
discography:
Rogall & The Electric Circus Sideshow : CD/LP - 2008
exclusive 10inch vinyl edition:
Part 1 feat.
Earl Zinger, Steve Moss, Hugo Race & Henry Rollins!
10", Vol. 1/3, Limited to 500 hand-stamped copies!
Part 2 feat.
Earl Zinger, Hugo Race , Steve Moss and Achim Färber - introducing Bev Lee Harling!
10", Vol. 2/3, Limited to 500 hand-stamped copies!
Order here: info@perfecttoy.de
discography von Rogall als DJ:
jede Menge, zu lesen hier: http://www.myspace.com/royalrogall
on air:
27.10.2008 : 23:00 - live-interview at "anything goes" Radio 1 / Berlin

bio:
>>> Wenn man auf der Suche nach den richtigen "Freaks" für eine Truppe ist, dann ist das eine besondere Herausforderung. Viel besser ist es aber, zu finden ohne zu suchen. Und ROGALL hat seine Leute für die Electric Circus Sideshow nicht erst aufstöbern müssen, sie sind ihm im Laufe des Lebens über den Weg gelaufen.
Vor einigen Jahren traf ROGALL auf einer Tour dank seiner Schlaflosigkeit im Speisewagen eines Nachtzuges auf einen Leidensgenossen und man kam ins Gespräch . Wie sich schnell herausstellte, kamen beide von dem selben Event - einem der letzten Auftritte von Sun Ra und dem Arkestra. Und es gab noch viel mehr Gemeinsamkeiten - nicht nur für Jazz, sondern auch für Rockabilly, Äthiopischen Funk und vieles mehr konnten sich beide begeistern. Es wurde eine amüsante Runde, und wegen seiner englischen Art nannte ROGALL ihn zunächst scherzhaft den "EARL". Als dieser meinte, er wäre ein Sänger, gab ROGALL ihm nach ein paar weiteren Drinks den Namen EARL ZINGER. Man wünschte sich noch eine gute Reise - ohne zu ahnen , dass sich beide noch öfter bei ähnlich historischen Gelegenheiten über den Weg laufen sollten.
Unter anderem Jahre später auf einem Spontankonzert in einer nicht ganz unbekannten WG in Bristol, wo sich unter anderem auch jemand in die Session einklinkte, der noch eine entscheidende Rolle für die ersten Aufnahmen der Electric Circus Sideshow spielen sollte. Ein australischer Gitarrist und Sänger namens HUGO RACE. Nur war es so, dass Mr. RACE und ROGALL sich bereits aus Berlin kannten. Über Jahre hinweg traf man sich meist eher zufällig und zog gemeinsam Zigaretten, aber erst durch einen besonderen Umstand sollte ein erstes gemeinsames Stück entstehen. Was wiederum ziemlich viel mit FARD P. zu tun hat, seines Zeichens ehemaliger MC der Roots-Disco-Truppe Rockers-Hifi, die ROGALL zu schätzen gelernt hatte und deren Produzent Glyn Bush er gelegentlich auch schon mal auf seinem "Landsitz" im Süden Englands besuchte.
FARD P. ist dann ca. 2002, nach einem seiner Auftritte, aus nicht näher rekonstruierbaren Gründen mitten in der Nacht im Studio Sing-Sing (Rogalls Berliner Basisstation) gelandet. Dort gab es zu später Zeit immer noch leckere Drinks und gute Unterhaltung. Man philosophierte ein wenig über das Leben und die Kunst. Es sollten ziemlich drastische Ereignisse folgen, worauf hier aber nicht eingegangen werden kann.
Diese Nacht im Studio Sing Sing war jedoch fünf Jahre später Anlass für FARD P. noch mal zu diesem Ort zurückzukehren und einige Gedanken auf Band zu verewigen. In der Zwischenzeit hatte sich tatsächlich bereits die Circus Sideshow formiert. Einer der Gründe dafür war ein Track, den ROGALL nach dem ersten Zusammentreffen mit FARD P. zusamenbastelte. Ein Stück, dass in seiner instrumentalen Version zunächst für Aufsehen bei den Clubgigs von ROGALL sorgte. Diesen Tune versah HUGO RACE dann Jahre später mit einem Text und seiner Stimme. Eine spirituelle Formel war gefunden, und ein Anfang war gemacht: Rising Star.
In der Zwischenzeit tourte ROGALL weiter als Dj durch die Weltgeschichte, aber es war Berlin, wo das Schicksal erneut zuschlug. Auf einer Veranstaltung der Berliner Musikerin SANDRA WECKERT (der ROGALL später den Namen "SAN RA" verpasste) namens "Monster Jazz": Hier traf er beim Soundcheck unerwartet auf STEVE MOSS, einem Saxophonisten aus L.A., den ROGALL seit den frühen 90gern aus den Augen verloren hatte, aber dessen Musik er immer im Herzen trug. Ein Musiker mit unfassbarem Erfahrungsschatz, welcher bis hin zu Auftritten mit SCREAMINŽJAY HAWKINS reicht. Es stand völlig ausser Frage, dass ROGALL mit Steve zusammen auf einer Wellenlänge war, und in den nächsten Jahren folgten einige gemeinsame Sessions für die Electric Circus Sideshow. Steve war seit den späten 80gern unter anderem ein Kopf der Band UNIVERSAL CONGRESS OF , die in manchen Kreisen einen ziemlich einflussreichen Status genießt und einige releases auf dem Label SST hatte. Daher spielte er auch schon mal mit dem eher Rock-orientierten HENRY ROLLINS von BLACK FLAG, der ihm auf der Bühne mächtig Feuer unterm Hintern machte.
HENRY wiederum zeigte sich seit den Tagen, als er noch Bands wie Einstürzende Neubauten oder NICK CAVE AND THE BAD SEEDS supported hatte, als Fan und Bewunderer von HUGO RACE. Daher kam es auch, dass HENRY ROLLINS sich dazu hinreißen lies , ein Poem zur Electric Circus Sideshow beizusteuern - mit einem für ihn komplett ungewöhnlichen Soundkostüm. Der eigentlich Clou an diesem entstandenen Stück ist aber , dass HUGO RACE, STEVE MOSS und HENRY ROLLINS zum ersten Mal gemeinsam auf einer Aufnahme zu hören sind. Parallel zu diesen ganzen Ereignissen erhielt ROGALL ca. 2002 einen Anruf mit der Anfrage, sich auf eine spontane, ungeprobte experimentale Session auf einem Festival in Bremen einzulassen. Achim Färber war der Mann am anderen Ende der Leitung. Ein Schlagzeuger, der auf eine enorme Laufbahn zurückblicken kann, und ein Musikfreak par excellence. Aus dem gemeinsamen Auftritt und Treffen wurde aber zunächst nichts.
Etliche Telefonate später kam ein Zusammentreffen erst 3 Jahre danach -und völlig unerwartet - im Kreuzberger Studio des Wir sind Helden Produzenten Patrik Maier zustande, als dieser für einen Remix von einem von Rogalls Stücken für Nylon das Schlagzeug neu einspielen lassen wollte. ROGALL schaute kurz vorbei, um sich die Aufnahme anzuhören, da verblüffte ihn ACHIM FÄRBER in der Aufnahmekabine am Set. Achim berichtete dann von seinem zwischenzeitlichen Umzug nach Berlin. Eine günstige Fügung, die direkt für eine ständige Zusammenarbeit genutzt wurde, da die Electric Circus Sideshow schon im Entstehen war.
In diese Zeit fällt auch die erste Begegnung mit der Londoner
Sängerin und Multiinstrumentalistin BEY LEE HARLING, die bei ihren Berliner Auftritten stets im Musikerzimmer von RogallŽs Studio Unterschlupf fand. Da auch eine weibliche Stimme bei der Electric Circus Sideshow nicht fehlen durfte , fiel die Wahl irgendwann auf BEY "Gypsy" LEE, dem "Küken" des Circus , die mit ihrem Background zwischen Tango und Folk die Truppe komplett machen konnte.
Die Zusammenarbeit mit BEY kann man, im Vergleich zu den anderen Beteiligten, also schon fast als spontan bezeichnen. Insgesamt reichen die Wurzeln dieser ganzen Geschichte viele Jahre zurück, und es ist kaum zu verleugnen, dass hier etwas besonderes entstanden ist. <<<

labelinfo:
Die Electric Circus Sideshow ist ein Schauplatz des Abseitigen, des Phantastischen, tragisch und manchmal auch komisch.
Rogall (Nylon/ Micatone) hat für die Electric Circus Sideshow u.a. Earl Zinger (Galliano), Farda P (Rockers Hi Fi), Hugo Race und als very special guest Henry Rollins eingeladen.
Dieses Album ist voller Geschichten. Damit sind nicht nur die Songtexte gemeint, sondern auch die der Entstehung dieser Gruppe und ihrer Songs. Nichts auf diesem Album ist zufällig entstanden, aber es wäre nie entstanden ohne Schicksal. Man könnte behaupten, die Entstehung des Albums hat drei Jahre gedauert, tatsächlich sind es aber viel mehr, zum einen weil manche Ideen ein halbes Leben schlummern, aber vor allem weil es sich hier um keine gewöhnliche Band dreht.
Die Umstände, wie die einzelnen Protagonisten zur Electric Sideshow stießen, sind sehr unterschiedlich, aber sie sind alle auf eine besondere Weise mit dem "Electric Mysterious Wonder" Rogall (Nylon/ Micatone) verbunden, dem Produzenten dieser Platte. Es ist natürlich keine Circus Sideshow im althergebrachten Sinn, vielmehr geht es um hier um die einzelnen Charaktere der Band, eben "Freaks" der anderen Art.
Hier gibt es zum einen Earl "Sideshow Bob" Zinger, eine endlose Quelle tiefgründiger und wahrer Geschichten, wie sie sonst nur auf der legendären Seidenstrasse kurz vor Samarkand an einem guten Abend zu hören sind. Oder Hugo "the Laughing Man" Race - zu Unrecht von manchen nur als "Bad Seed" gesehen - der die Welt auf eine fast schon transzendente Art und Weise zu sehen scheint.
Steve "Mudman" Moss wurde von Diedrich Diederichsen schon mit der "besten Musik des Planeten" in Verbindung gebracht, aber sein Erfahrungsschatz und seine unglaubliche Art ein Saxophon von innen zu teeren sind viel mehr als das. Ganz im Gegensatz zu "Gypsy" Bev Lee Harling,, die mit ihrer glaskugelklaren Art eine Meisterin ihres Fachs ist und mit ihrer lieblichen Art den Rauch vertreibt. Des weiteren kann man "the Hierophant" Farda P. erleben, den die Geister der letzten Nacht verfolgen und - in einem einmaligen Gastspiel auf diesem Album- Henry "the strong man" Rollins mit einem seiner legendären Poems. Achim "the Tap Drum Monk" Färber (drums) und "San Ra" Weckert (baritonesax) sind weitere Stützpfeiler des Circus, sowie Instrumentalisten wie Frank "the Conjurer" Moon (oud) und Daniela Petry (bass) auch kurze Gastspiele geben - allesamt Musiker mit einem äusserst umfangreichen und facettenreichen Background.
Insgesamt sind in der Electric Circus Sideshow Persönlichkeiten vereint, die ihre ganz eigene Geschichte geschrieben haben. Unter anderem mit so unterschiedlichen Acts wie Galliano, Universal Congress Of, Rockers - Hifi , Medieval Babes, Black Flag, N.C. & the Bad Seeds, aber auch als Solo - Künstler stehen ihre Namen bereits in den Annalen.
Rogall selbst ist seit Jahren dabei, neue Impulse zu geben, ob als Gründungsmitglied des Sonarkollektiv in Berlin oder als trendsetzender Dj und Produzent - in der Vergangenheit unter anderem mit Nylon, Micatone oder Atomhockey. Spielt aber alles keine grosse Rolle hier.
Rogall & the Electric Circus Sideshow ist völlig unabhängig davon entstanden, und in erster Linie haben persönliche Erlebnisse und gemeinsame Vorlieben zu den Stücken auf diesem Album geführt. Jeder einzelne konnte dabei seine besondere Stärke ausspielen


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