EXITS TO FREEWAYS - spilling drinks. spelling names

Dienstag, 18. Januar 2022 um 17:30 - futziwolf


EXITS TO FREEWAYS : "spilling drinks. spelling names" : CD - (NOISE-O-LUTION // INDIGO)
VÖ: 26. september 2008
label/vertrieb:
http://www.noisolution.de/news.html
info@noisolution.de
http://www.indigo.de/unser_programm/8144/

Äähhh,... watt? "Emo-Math-Rock-Whatever-Sound, Freistil-Post-Rock, ultrahektischer drängender Postcore ...?"
Wer sich darüber lustig macht, das es den Kollegen schwer fällt eine neue Band in eine bekannte Kategorie zu packen, die Bindestrichaneinanderreihung verschiedener Schubladen belächelt, der findet sich unversehens dabei, die nächste Schublade aufzumachen: die obligatorische Suche nach Vergleichen, ein weit verbreitetes Leiden unter Rezensenten, wie Kollege Atakeks so treffend bemerkte.
Wenn man sich also nicht die Finger schmutzig oder sich nicht lächerlich machen will, könnte man es eigentlich dabei belassen den geneigten Leser auf die Hörbeispiele zu verweisen, da wir in unseren Reviews zu den kurzen Rezensionen ja so ziemlich alles auffindbare an Infos über Band, Album, Label, Tour, Adressen und Musikbeispielen mitliefern.
Die eigentlich Überflüssige Aufforderung an den Leser, alle hier angebotenen Links und Verweise zu nutzen, sich ein Bild von EXITS TO FREEWAYS zu machen, muss hier aber noch mal explizit ausgesprochen werden, es lohnt sich! (heute, also zum Erscheinen dieses Artikels, mit Ausnahme der Label-Homepage von NOISE-O-LUTION, sorry Arne, die es nicht geschafft haben, zum Releasedatum ihr Baby auf die Seite zu setzen, was aber in den nächsten Tagen nachgeholt werden soll, da, zu ihrer Entlastung, ihre HP gerade umgebaut wird ...)
Aber zur Sache Schätzchen: Versuchen wir es also mal mit den leidlichen Vergleichen: Der Opener "Perfect Perverts" auf dem gerade erschienenen Debutalbum "spilling drinks. spelling names" von EXITS TO FREEWAYS kommt gut geölt angerannt und noch recht glatt aufgemacht, erinnert sowohl vom Gesang und dem Gitarrengedengel an selige NOTWIST-Zeiten, als die noch wussten, wo ihr Gitarren hängen. Doch schon zu Ende des Songs kommen die drei Jungs von ETW zu unserer Freude schon etwas dreckiger, was dann für den Rest des Albums auch schön durchgehalten wird. Ich frag mich zwar immer noch, warum deutsche Bands englisch singen müssen..., anyway, hier wirken die von Deutschsprachigen vorgetragenen englischen Lyrics jedenfalls ausnahmsweise mal nicht peinlich. Und der Gesang ist bei ETW eben auch nicht immer der gleiche, mal wie im Opener anfänglich ein bischen Emo, seltener mal mehrstimmig , öfter jedoch als wütendes Geschrei und dann gelegentlich auch mehr gesprochen als gesungen und sogar Spokenword-Samples sind dabei. Genauso abwechslungsreich sind alle 13 Songs arrangiert, immer mit Wucht und einer ungeheuren Energie nach vorne, Anflüge von etwas langsameren harmonischen Emoausflügen werden regelmäßig entweder mit wütemden Geprügel oder frickeligen Postcoreausbrüchen beantwortet. "A List For Action" ist dann schon fast ein moderner GlammRock Song.
Hier ständig auf die falsche Fährte gelockt zu werden macht Spaß und den merkt man den drei Hamburgern auch an. Meine heimlichen Hits sind "Desire_Construction_Disaster" und "No Votes" am Ende des Albums. Für dieses Debut gibt's mindestens eine 2+, das im Booklet die Texte abgedruckt sind, muss man ja mittlerweile schon positiv erwähnen und: die Live-Gigs von EXITS TO FREEWAYS sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Bei uns in der Nähe z.B. am: 06.11.2008 - Aachen - Parkside Club und am 07.11.2008 - Düsseldorf - Pretty Vacant, weitere Termine sieh unten. - großmutter futziwolf

labelinfo:
"So You Want To Be Wanted And Need To Be Needed"
Dieses Album sollte Begeisterung auslösen, wenn man bereit ist, von Autobahnen runter zu fahren, um sich Landschaften und Menschen anzuschauen. Wenn man keine Angst vor Kurven und Stopp-Schildern hat. Klar, der Indiemainstream fährt geradeaus, 130 kmh, dreispurig und schreit dabei als einzigen Protest den Namen seiner Mutter - man hat ja Airbags. Die drei Herren aus dem hohen Norden verlassen sich aber auf nichts, geben Gas und schreien dir bestenfalls ihre Meinung ins Gesicht.
"ThereŽs An Error In The Syntax"
EXITS TO FREEWAYS sitzen zwischen den Stühlen. Weil sie alles mögen und doch alles hinterfragen. Noise-Rock? Postcore? Punk? Alternative? SST? Kennt das noch jemand? Was auch immer für Koordinaten herausgeholt werden, sie sind unzureichend. Vertrackt, intelligent, gleichzeitig verschwitzt, dreckig, roh, böse und vor allem lebendig. Das Ding riecht nach Ärger. Ein Debut-Album, wie es eben sein muss: unfertig, herausfordernd, aber voller Ideen und Emotionen - vor allem aber voller Melodien! Denn trotz gesteigertem Aggressionspotential, das im Zaum gehalten werden will, sind es Melodien und Songs, die verführen und sich festsetzen.
"Synchronized In Repetition"
Wäre die Welt eine gerechte, würden Songs wie "Narcissus as A Fuckboy" oder "Tourette Red" die Radios dieser Welt zum Glühen bringen - wenn es denn heute noch um Musik ginge. Aber zählt das noch? EXITS TO FREEWAYS geben dir ihre Musik und sonst nichts. Sie verweigern sich. Wenn sie erzählen, dann verwirren sie, geben sich komische Namen oder zitieren John Cage kein Hype, keine Vorgeschichte, kein Vorleben. Noch nicht einmal namhafte Gäste oder Produzenten, keine Liaison mit der nächsten Kate Moss.
Es geht um Musik!
Es geht um Musik!!
Um Musik!
presse:
>>> "... "Diese Musik klopft nicht an irgendeine Tür. Sie macht es, wie die Regierung und tritt einfach ein. Dass man sich davon allerdings eher berauscht, als gestört fühlt, liegt daran, dass man es hier endlich mal wieder mit einer Band zu tun hat, die in keiner Weise kalkuliert klingt." <<<
>>> "Hier zählt nur alles auf Angriff, allzeit nach vorne! Die schwierige Aufgabe, Originalität mit Melodiegefühl zu paaren, darf man in diesem Fall wohl als gemeistert betrachten... In Sachen Postcore sind die drei Hamburger Jungs jedenfalls wesentlich experimenteller als manch andere Vertreter wie BOYSETSFIRE oder AT THE DRIVE-IN. Was sich aber in keinster Weise negativ auf ihr Album auswirkt. Ganz im Gegenteil. Geiles Album also." <<<
>>> "... wer so derart beseelt Independent vorwärts rockt, wer emphatischen Sprechgesang über so großartig den kleinen, entscheidenden Kick vorwärts eilende Drums legt, um dann die Indiehymne im schlagartigen Nervous Breakdown zu versenken, wer in seiner Gitarrenarbeit so großkotzig gekonnt mal eben manchen gehypten Post-rocker der bay-area alt aussehen lässt, der gehört doch längst : ach, was weiß ich [...] wie auch immer, dieser damned gute, trotz oder wegen der vielen Kontraste und atemberaubenden Breaks stilsichere und kompakte [...] Freistilrock, der direkt in die Beine fährt, diese liebevoll sich übereinander türmenden Mörderriffs, diese Explosion zwischen Selbstentäußerung und humanistischer Wut ist noch nicht unter der Label-Haube?" [mittlerweile schon, andrasch, danke.] - Andrasch Neunert, noisy neighbours zine
"... mit Sicherheit der Hit in jeder Indie-Disse [wow !!! - exits]. weil`s uns auf die Dauer etwas anstrengt, verweisen wir Exits To Freeways dank ihres unkonventionellen aber durchaus sehr eigenen Sounds an Spex und intro." - uncle sally`s magazine <<<
mukke:
http://www.myspace.com/exitstofreeways
video:
Exits To Freeways - `Tourette Red` oder: http://www.noisolution.de/inhalte/ETF_Video.mov


YouTube-Direktlink


exits to freeways spread like the veins on the back of my ha


YouTube-Direktlink


EXITS TO FREEWAYS sind:
doctor octimus pryme - drums.
don chuck monogatari - bass.
general woundsworth - guitar,vocals.
artist website:
http://www.myspace.com/exitstofreeways
http://www.exitstofreeways.de/start-etf.htm
contact:
info@exitstofreeways.de
bookingcontact:
heiko@migthytunes.de
tour:
11.10.2008 - Flensburg : Volxbad - + Alias Caylon
25.10.2008 - Riepe - Padam
30.10.2008 - Kiel - Schaubude + Alias Caylon
31.10.2008 - Potsdam - Nil + Alias Caylon
01.11.2008 - Berlin - Lokal + Alias Caylon
02.11.2008 - Radio Fritz - live bei KenFM / + Alias Caylon
03.11.2008 - Hamburg - Grüner Jäger + Alias Caylon
04.11.2008 - Hannover - Cafe Glocksee
05.11.2008 - Frankfurt - Clubkeller
06.11.2008 - Aachen - Parkside Club
07.11.2008 - Düsseldorf - Pretty Vacant
06.12.2008 - Celle - CD-Kaserne - Rock Da Haus Festival


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