La Cherga - fake no more

Montag, 16. September 2019 um 06:05 - futziwolf


La Cherga - fake no more - VÖ: 26. 09 2008 - CD im Digipack
(asphalt-tango) im Vertrieb von indigo

label/vertrieb:
http://www.asphalt-tango.de/
http://www.indigo.de/unser_programm/labels/496/

Was der "Flickenteppich" La Cherga als Band an Ex-jugoslawischen Ex-Nationalitäten zusammenbringt, "völkerübergreifend" und "nationenunabhängig", ist vielleicht sckicksalsbeladen aber vorbildlich, leider selten aber Mut machend. Ihre musikalischen Erfahrungen aus Kroatien, dem Kosovo, Bosnien und Mazedonien bringen die Mitglieder La Chergas in das Bandkonzept ein und mischen ihre Balkanwurzeln mit Jazz, und Jamaika-Grooves. Elektronischen Beats treiben gemeinsam mit Gitarre, Bandoneon, Klarinette, Violine und einem fetten Bläsersatz aus Flügelhorn, Trompete und Saxophon den Einheitsbrei eingefahrener Balkanmusikantenstadlkombos aus der Stadt und aus dem Sinn. Dazu der wunderbar gerochene, an Shara Nelson erinnernde Balkan-Dub-Gesang von Irina Karamarkovic.
Bin riesig gespannt auf die Live-Auftritte. Zum Beispiel am 27.09.08 im Kölner Gloria. - großmutter futziwolf
presse/bio:
>>> La Cherga ausgereift, leuchtend und mit dem Geschmack gefüllter Paprika - La Cherga repräsentieren mit einem pan-balkanischen Bewusstsein die Elektro-Roots-Musik des 21.Jahrhunderts. Alle sechs Bandmitglieder stammen aus dem früheren Jugoslawien. Vom hetzerischen Nationalismus wurden die Sängerin Irina Karamarkovic aus dem Kosovo und Nevenko Bucan, ein kroatischer Elektro-Zauberer mit einem Faible für karibisch angehauchten Balkan Groove, zur Flucht gezwungen. Die übrigen Musiker stammen aus Bosnien und Mazedonien. La Cherga fanden in Deutschland und Österreich zusammen als sie gerade eine neue musikalische Identität entwickelten und das teilten was Irina eine "post-pessimistische Philosophie" nennt. Sie arbeiten an kulturellen Austauschprojekten, und unterscheiden zwischen Profiteuren der Kriegsbefürworter und Profiteuren der Kriegsgegner. La Cherga (nach einem Flickenteppich benannt, zutreffend für diese musikalischen Wiederaufbereiter) begannen Klangkollagen zu weben. Ihr Sound beinhaltet das Beste aus Ost und West - treibende Rhythmen, schneidende Hörner und kochenden Dub - während Irina über die Befreiung der Seele von mentaler Sklaverei singt. Balkanbrass, Jazzgesang, Jamaika-Grooves und elektronische Beats zusammen zu bringen, erscheint als ein musikalisches Rezept für ein absolutes Desaster, aber La Cherga sprengt geltende Regeln und zeigt wie man musikalische und kulturelle Brücken baut. Fake no more - let`s dance! <<<
>>> Stellen Sie sich vor, nur für einen Moment, es gäbe ein Paralleluniversum:
Wir befinden uns im Jahr 1978 und Lee "Scratch" Perry hat sein Black Ark Studio in Kingston nicht niedergebrannt. Stattdessen, von der durch die CIA geförderten Gewalt und der Korruption, die Jamaica zerrüttet, irritiert, nimmt er das Angebot, in die Volksrepublik Jugoslawien umzusiedeln und sein Black Ark im tiefsten Südbalkan wiederzueröffnen, von Genosse Tito an. Tito, die gnostische Mystik nutzend, die alle Musiker des Planeten verbindet, ermutigt begnadete Talente ins Ark-Studio zu reisen. Spitzen-Jazzmusiker und die wildesten Gypsy Brass Bands kommen im Echo Chamber vorbei um zu sehen, was dort passiert. Einige Sänger fügen Scratch's Dub-Kollagen Texturen bei. Von Mingus bis Marley, Istanbul bis Memphis, das Balkan Ark-Studio bediente sich der Energien legendärer Musiker und Städte.
Tito glaubte, dass das jugoslawische Ark-Studio als ein Weg zu Weltfrieden und internationaler Verständigung, als künstlerisch kommunizierend sowie als Party mit Balkangeschmack Wirkung zeigen würde. Noch bevor diese Ark-Aufnahmen veröffentlicht werden konnten, wurde die Region von den Jugoslawischen Kriegen vergewaltigt, was zum verhängnisvollen Brand des Ark-Studios führte und Scratchs Flucht in die Schweiz erzwang . . .
Zurück in unserem Universum: Unter denen, die zur Flucht vor dem hetzerischen Nationalismus Jugoslawiens gezwungen wurden, waren IRINA KARAMARKOVIC, eine Folk- und Jazzsängerin aus dem Kosovo und NEVENKO BUCAN, ein kroatischer Elektronik-Zauberer mit Geschmack für karibisch angehauchten Balkan Groove. Einmal in Österreich angekommen, machten Irina und Nevenko sich auf die Suche nach weiteren jugoslawischen Musikern und stießen dabei auf den mazedonischen Brass-Meister KIRIL KUZMANOV (Altsaxophonist) und TRAJCE VELKOV (Trompete/Flügelhorn) sowie den aus Bosnien stammenden MUAMER GAZIBEGOVIC (Gitarre) und NINO SKILJIC (Bass). Zusammen wurden die Musiker La Cherga, als sie eine neue musikalische Identität entwickelten und das teilten, was Irina eine "Post Pessimist" Philosophie nennt. Sie arbeiten an kulturellen Austauschprojekten, und unterscheiden zwischen Profiteuren der Kriegsbefürworter und Profiteuren der Kriegsgegner, während sie über die Jagd des verlorenen Schatzes flüstern. La Cherga (nach einem Flickenteppich benannt, zutreffend für diese musikalischen Wiederaufbereiter) begannen Klangkollagen zu weben, wobei sie ein Balkan internationalist music & manifesto erfanden: Ihr Sound beinhaltet das Beste aus Ost und West (skanking rhythms, sour horns and boiling dub) während Irina von der Befreiung der Seele von mentaler Sklaverei singt.
La Cherga repräsentieren ein Pan-Balkanisches Bewusstsein (ausgereift, leuchtend und mit dem Geschmack gefüllter Paprika : mit einem Schuss Rakija!), Gute-Laune-Musik begleitet von sowohl Yeats' Maxime, dass "die Welt zerfällt" als auch Gramsci's "Pessimismus des Verstandes, Optimismus des Willens". Hier haben wir eine post-jugoslawische Vereinigungsmusik, die in mehreren Sprachen gesungen wird, deren Klänge musikalische Heilung und eine Welt ohne Grenzen verfechten. Diese Musiker, alle zu gut mit dem Irrsinn von Nationalismus, der Machtlosigkeit von Bomben und der trostlosen Realität von Flüchtlingsvisa, die einen Tempel der Toleranz, erbaut auf Vielfalt, erschaffen haben. LA CHERGA: Eine Massenerbauungswaffe.<<< Garth Cartwright - Autor des Buches "Princes amongst Men"
artist websites:
http://www.myspace.com/lacherga
musicians:
MUAMER GAZIBEGOVIC - guitar, back vocals
BJ NEVENKO - programming, electronics
KIRIL KUZMANOV - alt sax
TRAJCE VELKOV - flugelhorn, trumpet
NINO SKILJIC - bass, keyboards, sound engineering
featuring IRINA KARAMARKOVIC - vocal
GUESTS:
RICHARD winkler-clarinete
SEPP fürpass- bandoneon
KURT bauer-violin
COACH khaled-percussions
mukke:
http://www.asphalt-tango.de/records/cherga/mp3.html
tour:
27.09.08 D : Köln - Gloria - http://www.kosmo-parea.de/Sites/home.php
wird fortgesetzt




web: http://www.asphalt-tango.de/
mail: records@asphalt-tango.de
fon: ++49.+30.285 85 28
fax: ++49.+30.285 85 12
for booking requests: booking@asphalt-tango.de
fon: ++49.+30.280 47 802
fax: ++49.+30.285 85 12
Office address: Ackerstr. 14/15 D - 10115 Berlin
Bands bei Asphalt Tango:
http://www.asphalt-tango.de/welcome_atp.html
Kal (Serbia)
ErsatzMusika (Russia)
Fanfara Tirana (Albania)
Di Grine Kuzine (Germany)
Fanfare Ciocarlia (Romania)
The Gypsy Queens & Kings (Various)
Oana Catalina Chitu (Romania)
Jony Iliev & Band (Bulgaria)
Esma Redzepova (Macedonia)
Costel Vasilescu (Romania)
Romano Drom (Hungary)
Besh o droM (Hungary)

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