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Sonntag, 26. November 2017 um 18:46 - futziwolf

Der Buchtip :: Untergangster des Abendlandes

Mittwoch, 22. November 2017 um 18:37 - futziwolf

Untergangster des Abendlandes. Ideologie und Rezeption der rechtsextremen ‚Identitären‘

Judith Goetz, Joseph Maria Sedlacek, Alexander Winkler (Hg.)
Marta Press, November 2017
436 Seiten
ISBN: 978-3-944442-68-6
20,00 € (D), 20,00 € (AT), 22,00 CHF UVP (CH), 30,00 US$, 22,00 GBP, 40,00 AU$
Kontakt zu den Herausgeber_innen: herausgeber.innen@gmail.com
oder über Facebook
Leseprobe/Vorschau (PDF)

Die rechtsextremen ‚Identitären‘ gehören ohne Zweifel zu den wichtigsten Akteur*innen des außerparlamentarischen Rechtsextremismus in Österreich. Ihr „Erfolgsrezept“ liegt einerseits darin begründet, sich nach außen hin vom Nationalsozialismus abzugrenzen und so behördlicher Repression nach dem „Verbotsgesetz“ aus dem Weg zu gehen und andererseits gesellschaftlich anschlussfähige Konzepte eines modernisierten völkischen Nationalismus zu propagieren. Dabei bedienen sie sich eines Straßenaktivismus, der geschickt mit Social-Media-Tools inszeniert und verbreitet wird.

Bisherige Auseinandersetzungen mit diesem relativ jungen Phänomen übernahmen nicht selten unkritisch Selbstbezeichnungen der ‚Identitären‘ als „weder links noch rechts“ oder „Neue Rechte“ und ließen dahinter stehende ideologische Denkmuster meist zu kurz kommen.
Der vorliegende Sammelband nimmt daher eine kritische Analyse dieser Selbstinszenierungen vor, indem die hinter dem „‚identitären‘ Denken stehenden Vordenker und Ideologeme wie (Neo-)Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus analytisch durchdrungen und mit anderen Formen des Rechtsextremismus in Verbindung gesetzt werden. Ergänzend werden bislang vernachlässigte Themen wie subkulturelle Bezüge der ‚Identitären‘, propagierte Geschlechterbilder, Rhetoriken der Angst sowie ihr Verhältnis zu Islamismus und eurasischer Ideologie ins Zentrum der Analyse gerückt.

Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie sich der rechtsextreme Charakter der ‚Identitären‘ begründen lässt und inwiefern von einer modernisierten Form des Rechtsextremismus gesprochen werden kann.

SoundDigger 337 :: there is no music from china :: Zafka / play rec label VA + 鸭打鹅 Duck Fight Goose // techhouse by O*RS // african jazz by Collocutor

Mittwoch, 8. November 2017 um 18:21 - futziwolf


SoundDigger :: the cemetery rave list

AUF DIE OHREN : JOLLY GOODS

Samstag, 4. November 2017 um 20:34 - futziwolf

Der Buchtip :: .aufzeichnensysteme // im grünen

Montag, 30. Oktober 2017 um 20:48 - futziwolf

.aufzeichnensysteme
im grünen

152 Seiten, brosch. € 13.90
ISBN: 978-3-85415-562-1
www.ritterbooks.com
 











Autorinnenfoto / elffriede

im grünen versammelt Serien von zweizeiligen poetischen Gebilden, die aus einem de/konstruktiven Verfahren gewonnen wurden: Es entsteht, was stehen bleibt, pointiert die unter .aufzeichnensysteme firmierende Autorin die Genese ihrer Decollage.
Destilliert aus umfangreichen (journalartigen) Prosatexten wurde das Material nach seiner Eignung ausgewählt, Potenzial als Projektionsfläche zu entfalten. Strukturiert nach "datum", "zeit", "wasser", "luft" und "temperatur" – gleichsam den Richtgrößen für einen Freibadbesuch –, gehen die ausgebreiteten Bruchstücke Allianzen ein, ohne dass bestimmte Begriffe hervorstechen.
Nicht nur der unaufgeregte Ton gemahnt an Traditionen fernöstlicher Dichtung: Abgelöst aus ihren Kontexten erzeugen die collagierten Partikel bis ins Äußerste reduzierte Mikroerzählungen. Naturwahrnehmungen, Betrachtungen von Alltagsdingen und reflexive Einsprengsel erscheinen als dialektische Walnusshälften oder als Schalen ohne metaphorischen Kern. Solche Gestaltungsweisen forcieren ein für den Leser gleich inspirierendes wie meditatives Spiel mit Sinnreservoirs opaker Ausgangstexte und neuen Potenzen, die jeweils eigene Erfahrungen wachzurufen vermögen. (Paul Pechmann)

auch elffriede
 

SoundDigger 336 :: beat tapes by ILLTHEESSENCE/Japan and by members of the MoveCutClone collective/Sweden // DeepHouse by Paradiso Rhythm/ Austria // DanceJazz by Blood Wine or Honey/Hong Kong

Samstag, 28. Oktober 2017 um 01:47 - futziwolf


SoundDigger :: the cemetery rave list

Catalan Referendum

Sonntag, 1. Oktober 2017 um 20:35 - futziwolf

Der spanische Staat im Dialog mit BürgerInnen, die ihre demokratischen Rechte nutzen wollen.

Hinweis: Video ist sehr verstörend!
Peoples of the world, we need your help. Press your politicians to condemn Rajoy's madness in Catalonia. #CatalanReferendum #RajoyDimisión

 

Mud Cake Records

Sonntag, 1. Oktober 2017 um 19:49 - futziwolf

New independent punk record label
+ mailorder based in Duisburg: MudCakeRecords

First release: CONTRA CODE - WASTED ALREA



Review im underdog-fanzine

3 neue short stories von Rüdiger Saß

Donnerstag, 14. September 2017 um 03:10 - futziwolf

Eintagsfliegen
Der Sportschütze
Der Selbstvergessene

 

3 neue short stories von Rüdiger Saß

Donnerstag, 14. September 2017 um 03:03 - futziwolf

3 neue short stories von Rüdiger Saß in poetry

Eintagsfliegen
Der Sportschütze
Der Selbstvergessene

>>> Die Gegenwart geht – und kommt nicht wieder. Wir sehen immer nur ihren Rücken. Deshalb fürchten wir zurecht, unser Leben zu verpassen, so sehr wir auch hetzen und eilen. Die Gegenwart geht – wie auf Eiern – sie stelzt über einen endlosen Scherbenhaufen hinweg, den wir bald achselzuckend, bald bedauernd, bald verklärend Vergangenheit nennen. Die Gegenwart geht und vergeht zum einen, zum andern aber treibt sie, blind, wie sie ist, auf ein aufgewühltes Meer, auf ein Scherbenmeer namens Zukunft hinaus ... <<<
 

SoundDigger 335 :: Tripmal Gruver - deep tech house // Cycle-One - drum and bass // Wermonster - hip hop beats // Nosaj Thing - electronic

Samstag, 9. September 2017 um 18:00 - futziwolf


SoundDigger :: the cemetery rave list

SoundDigger 334 :: deep bubblin dublin house // deephouse by Brickman // hiphop by Musab & Ink Well Present MInk - Intellectual Property

Freitag, 11. August 2017 um 18:23 - futziwolf

SoundDigger :: the cemetery rave list

"Zur Unterhaltung der Gäste wurden 200 Juden ermordet."

Freitag, 11. August 2017 um 18:07 - futziwolf

Massaker von Rechnitz
Die Gastgeberin der Hölle

Fast zweihundert Juden wurden in der Nacht vom 24. auf den 25. März 1945, kurz vor dem Einmarsch der Roten Armee, im österreichischen Rechnitz erschossen. Die Täter waren Gäste eines Festes, das die Gräfin Margit Batthyány auf ihrem Schloss ausrichtete. Darüber wurde bis heute nicht gesprochen. Von David R. L. Litchfield.





















 

SoundDigger 333 :: "FILM THE POLICE" + "WHICH SIDE ARE YOU ON" by B.Dolan // Aesop Rock - The Impossible Kid

Donnerstag, 3. August 2017 um 14:54 - futziwolf

 
SoundDigger :: the cemetery rave list

Lebenslange Haft in Bayern - ohne Straftat, ohne Anklage

Freitag, 21. Juli 2017 um 23:43 - futziwolf

REISEWARNUNG: Fahren Sie nicht nach Bayern

Gefährder-Gesetz verschärft
Bayern führt die Unendlichkeitshaft ein

In einem anderen Land II
Ein Bericht von Monsignore Genickschuss
Yussuf war ein Gefährder. Er kannte nicht bloß jemanden, der jemanden kannte, der jemanden kannte, nein, er hatte sich auch vier Mal innerhalb einer Woche in der Nähe der Staatskanzlei blicken lassen. Der Verdacht, er kundschafte ein künftiges Anschlagsziel aus, hatte sich da geradezu mit Gewalt aufgedrängt. Tatsächlich hatte Yussuf  lediglich auf Melanie gewartet, eine frischgebackene Mitarbeitern dieser Behörde, die er noch aus Unitagen kannte und so heimlich wie heiß liebte oder begehrte, wer weiß das schon zu unterscheiden, aber der Kommissar hatte über diese Erklärung nur gelacht und gesagt: „Verliebte, Stalker, Terroristen, die Grenzen sind fließende, nicht wahr.“

Nach viereinhalb Jahren Haft ohne ordentliches Verfahren, ohne Beweise und ohne Schuld hatte Yussuf das Beten aufgegeben und war zum Christentum konvertiert. Er huldigte jetzt täglich dem Grundgesetz. Eine Ausgabe dieses bedeutenden Textes lag jede Nacht unter seinem Kopfkissen. Auch äußerlich hatte Yussuf sich um Resozialisation bemüht, der Bart war ab und ein Antrag auf Übernahme der Kosten für kosmetische Eingriffe zur Gesichtshautbleichung bereits eingereicht. Der Richter, der alle drei Monate dem Antrag auf Haftverlängerung stattgab, feixte schon: „Der sieht ja jetzt beinahe aus wie ein Mensch. Lange können wir den nicht mehr festhalten.“

Thorsten ging es da schlechter. Ebenfalls ein Gefährder, weil er an mehreren ungenehmigten antifaschistischen und antikapitalistischen  Demonstrationen teilgenommen und die Glastür einer Zeitarbeitsfirma beschädigt hatte, saß er seit 5 Jahren ein. Allerdings war im Stammbuch seiner Familie seine römisch-katholische Taufe bereits vermerkt, Bartwuchs hatte er kaum und weiß war er zur Welt gekommen. In seiner Verzweiflung hatte er sich die Memoiren Otto von Bismarcks, die Werke von Ayn Rand, eine Thatcher-Biographie und die Goebbels-Tagebücher aus der Gefängnisbibliothek besorgt und begonnen, die Texte auswendig zu lernen. Wenn er sie in seiner Zelle laut vor sich sprach, hoffte er, seine Wärter mögen ihn hören und ihm seine Wandlung zum vorbildlichen Bürger abkaufen. Die aber verstanden nichts von Politik. Der Haftrichter sagte nur: „So, so, er liest also immer noch. Warum macht er nicht mal was Vernünftiges? Sehr bedauerlich…“