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Fr, 30.01.2015 Schwarzer Tresen: Der Begriff „Anarchie“ und seine Umsetzung im Libertaeren Kommunalismus – Zwei Vortraege


Schon Aristoteles und Platon verwendeten im 4. Jahrhundert v.u.Z. den Begriff Anarchie als Bezeichnung fuer einen "Zustand der Sklaven ohne Herren". Im 18. Jahrhundert definierte Immanuel Kant Anarchie als "Gesetz und Freiheit ohne Gewalt". Waehrenddessen griffen andere Philosophen den Begriff ebenfalls auf, jedoch wurde von keinem von ihnen eine praktisch-politische Dimension mitgedacht. Anarchie blieb bloss ein philosophisches Konstrukt. Durch Proudhon, Bakunin und Kropotkin erhielt der Anarchismus schliesslich im 19. Jahrhundert eine politische Theorie deren Entwicklung bis heute nicht abgeschlossen ist. Doch wie wird der Begriff heute von Anarchist_innen interpretiert? Gibt es einen Minimalkonsens bei der Definition von Anarchie?

Als ein Beispiel moderner Praegung einer Anarchismusvorstellung gilt der Libertaere Kommunalismus. Der Libertaere Kommunalismus ist ein Ansatz, der versucht die Theorie der Sozialen Oekologie von Murray Bookchin in eine handlungsorientierte Praxis zu ueberfuehren. Er wurde von Janet Biehl weiterentwickelt und stellt einen anderen Weg des politischen Handelns dar. Die politische und soziale Organisation spielt sich in kleinen autonomen Einheiten, den politischen Kommunen und Basisinitiativen, ab. Die Autonomiebewegung in Rojava (Westkurdistan) hat sich von diesem Konzept inspiriert lassen und versucht einen neuen Weg in der Organisation der Gesellschaft zu etablieren. Was das nun mit Oekologie zu tun hat und welche Handlungspielraeume fuer eine herrschaftskritische Praxis sich daraus ergeben koennen, erfahrt Ihr am Schwarzen Tresen.

Fr. 30. Jan. 2015, 19:00 Uhr, mit Essen

Location: Trotz Allem
Ort: Witten, Augustastrasse 58

 
 
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