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Sa, 05.01.2019 Fenton Weills + Saint Gallus Convention Tapes + Shiny Gnomes im DRUCKLUFT

20h
Contemporary Masters of Twang and Psych:
Fenton Weills
http://de-de.facebook.com/fentonweills/
Saint Gallus Convention Tapes
http://saintgallus.de/
Shiny Gnomes
http://www.shinygnomes.de/
http://de-de.facebook.com/shinygnomes/

Eintritt: 10 Euro Location: Halle


An diesem Abend praesentieren sich drei Bands, die schon in den langweiligen Achtzigern der musikalischen Oednis zu entkommen wussten:
Fenton Weills, Lieblinge von C86-Creation-hoerigen Parkatraegern mit instrumentalem Schwerpunkt zwischen bundesrepublikanischem Nihilismus "Jeden Tag neue Angst" und westfaelischer Pulppubertaet, "Peter Gunn". Da winkt Link Wray den Merry Pranksters mit der Danelectro zu. Es erschienen einige Singles und LPs auf befreundeten Labels und 2016 wurde die Band mit einem Beitrag auf dem "Falscher Ort, Falsche Zeit"-Sampler, einer Retrospektive von Gitarrenbands aus den vergessenen Kellergewoelben der Achtziger, geehrt. Zeitweise waren die Fenton Weills mit den TV Personalities und deren Grossmeister Dan Tracey auf Tour. Tracy verteilte damals Zuckerwuerfel ans Publikum. Oder war es LSD? Die Fenton Weills klingen frisch wie eh und je. Die Tremolos zittern und der Parka passt.

Saint Gallus Convention Tapes, das juengste Ding an dem Abend, ein Quartett mit Wurzeln im elektrischen Blues mit kohlensackschweren Guitarren und Harpssound. Stefan Schlensag, ehemals Mitglied der Oberhausener Garagen-Punk-Band "The Hipsters" findet mit seinen drei jungen Mitstreitern als Joe Black zur Hoechstform zurueck. Wer dem Droehnen wohlwollend begegnet, wird sich sowohl an Bands wie Spaceman3 oder Savage Republic erinnert fuehlen. Stoner und Drone Sounds haben die jungen Mitstreiter der Band als Virus eingeschleppt und infizierten damit
nachhaltig Stefans bluesige Slide-Gitarre : "Wie Codine mit John Lee Hooker als Bandleader" (Enko Landmann in: nowafuzz.ru).

Shiny Gnomes aus Nuernberg arbeiten seit mehr als drei Jahrzehnten an ihrem Psychedelischen Popuniversum. Mit "Some Funny Nightmares" schafften sie 1987 einen Klassiker und mit "Lazing at Desert Inn" gab es sogar einen Hit. Auf ihrem Weg erschienen mehr als 30 Tontraeger, die mehr Facetten von Folk und Psychedelia abdeckten, als unter den Hut eines Fliegenpilz passen. Free Festival Spacerock, Remixe ihrer Songs von Mouse on Mars und Astralasia und zwischendurch winken Syd Barret und Jerry Garcia in Eintracht aus der spektralfarbenen Wolke. Wenn die Farfisa-
Orgeln kirmesmusikmaessig quengeln, die Gitarren die Melodien schreddern und der Drummer hinter seinem Kit hyperventiliert, dann liegt der Abheb-Faktor, gemessen an US-Psychedelia-Ikonen wie den 13th Floor Elevators oder den Electric Prunes, mindestens auf gleicher Hoehe, sagte schon der Rolling Stone. Eine unglaubliche Liveband.

Alle drei Bands liefen sich in der Vergangheit so oft ueber den Weg, teilten Tourbus, Label oder Backstageraum, dass seit Ewigkeiten der Wunsch da war, mal wieder zusammen auf der Buehne zu stehen. Jetzt passiert es. Raumanzug anlegen und vorbeikommen.

Location: DRUCKLUFT
Ort: Oberhausen

 
 
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