Stiftungsaufruf

Freitag, 30. Juli 2010 um 12:09 - futziwolf
Das Archiv der Jugendkulturen braucht Hilfe:

Schulschwänzen fördert kriminelle Entwicklung

Freitag, 30. Juli 2010 um 03:06 - futziwolf
Der Tagesspiegel fragt:
Sollen Drogen dealende Kinder in die Geschlossene?
Junge Kriminelle profitieren vom Datenschutz

Der Datenschutzbeauftragte Alexander Dix lehnt eine Weitergabe von Schüler-Informationen an die Polizei ab.
Klaus Wowereit spricht sich unterdessen für geschlossene Heime aus.
Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Sascha Steuer sieht einen Zusammenhang zwischen Schulschwänzen und krimineller Entwicklung.
Uuuoarh: An dem Schwachsinnsartikel haben gleich drei Journalisten gebastelt.

Von Resetknöpfen und Machtphantasien

Freitag, 30. Juli 2010 um 02:57 - futziwolf
Klaus Jansen, Vorsitzender des Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) fordert unter anderem einen "Resetknopf" für das Internet. So sollen im Ernstfall "landesweite Netze vom Internet abgeklemmt werden" - aber wozu?
Wie die Wirtschaft darauf reagieren würde, dass Deutschland nicht nur vom Informations- sondern auch vom Warenfluss in digitaler Hinsicht ausgenommen wäre, bleibt ebenso ungeklärt. Herr Jansens Forderungen erweisen sich insofern einmal öfter als vage Denkansätze, die einer praktischen Begutachtung nicht standhalten, sondern die technische Inkompetenz des BDK erneut veranschaulichen. Dass auch noch eine Befugnis, Schadsoftware von fremden Rechnern zu entfernen, gefordert wird, lässt bei solch technischer Inkompetenz allerdings die Nackenhaare senkrecht stehen. >>> Telepolis

Neigung zur Herdenbildung und -orientierung

Donnerstag, 29. Juli 2010 um 15:53 - futziwolf
Grenzenloses Vertrauen in Google und Co
Suchmaschinen scheinen die Glaubwürdigkeit von Websites und Informationen zu garantieren, was nicht ganz oben steht, wird kaum mehr wahrgenommen.

Es ist doch schön, dass junge Menschen, zumal auch Studenten, die doch im kritischen Denken und Beurteilen von Informationen ausgebildet sein sollten, ein tiefsitzendes Vertrauen zur Welt, in dem Fall: zu Suchmaschinen haben. Nach einer Studie von Kommunikationswissenschaftlern der Northwestern University gehen die meisten Studenten schlicht davon aus, dass sie nicht nur eine Suchmaschine, vor allem Google, benutzen, um etwas zu finden, sie vertrauen auch darauf, dass unter den ersten Ergebnissen, die die Suchmaschine auflistet, auch das Relevante dabei ist.

Freiheit statt Angst !

Mittwoch, 28. Juli 2010 um 18:20 - Toxo

Aufruf zur Demonstration Freiheit statt Angst 2010
am 11.09.2010 in Berlin, Potsdamer Platz, 13 Uhr

Demounterstützung von Nicht-Berlinern erforderlich!
Spenden und Leihgaben für das Demo-Büro gesucht !

Short Stories von Rüdiger Saß: Die 26.

Mittwoch, 28. Juli 2010 um 00:07 - futziwolf
Dieser Tag ist erst zu Ende, wenn ich tot bin und Der Gefangene von Rüdiger Saß in Poetry
>>> Ich fresse eure Steuern auf, ich fresse und saufe euch die Haare vom Kopf, ich, der Schmarotzmeister, der Schmarotzherr. Ich küsse leere Flaschen und stelle sie zu den andern, zu einer Leergutarmee ohne Ordnung, ohne Disziplin. <<<
>>> ... eine jähe Angst überfiel ihn. Sie sprang wie eine große, fette Spinne auf sein Herz und klemmte es wie in einem Schraubstock ein. Die Spinne stopfte Watte in seine Luftröhre, in seine Lungen, so daß er zu ersticken glaubte, und sie stieß ihn in die Kälte, in ewiges Eis, so daß er zitterte und bibberte. Die Spinne wuchs und wuchs, sie wuchs über sich und ihn hinaus, bis sie alles überragte, bis sie alles andere unter sich begrub ... <<<

Solarenergie billiger als Atomenergie

Mittwoch, 28. Juli 2010 um 00:02 - futziwolf
Ein Bericht von US-Ökonomen kommt zum Schluss, dass der Bau neuer AKWs immer teurer wird, während seit 2010 die Solarenergie billiger geworden sei.

Wirtschaftsforschungsinstitute abschaffen!

Mittwoch, 28. Juli 2010 um 00:01 - futziwolf
Zweimal jährlich berichten alle Medien über die aktuellen Konjunkturprognosen - eine Analyse zeigt, dass diese nicht besser als der Zufall sind. Oktopus Paul kann's besser.
Eine Vorhersage für's idealisierte volkswirtschaftliche Reagenzglas ist unbrauchbar. Keine Daten zu haben ist besser, als falsche Daten zu haben. Die Handlungsempfehlung ist also nicht, die bestehenden Modelle zu verbessern. Dies wird seit 40 Jahren probiert, ist aber eben aussichtslos. Die Empfehlung lautet: Hört einfach auf! Es ist moralisch bedenklich, 40 Jahre wissentlich ein fehlerhaftes Produkt zu verkaufen. Mein Vorwurf ist nicht die Ungenauigkeit der Vorhersagen, denn solche sind schwierig - insbesondere, wenn sie die Zukunft betreffen. Mein Vorwurf ist, dass es überhaupt versucht wird. >>> Telepolis

Polizei darf keine friedlichen Demos filmen

Dienstag, 27. Juli 2010 um 18:05 - futziwolf
Das Verwaltungsgericht hat eine langjährige Praxis der Berliner Polizei gekippt: Zukünftig dürfen auf Demonstrationen keine Videoaufnahmen mehr gemacht werden, wenn keine Gewaltabsichten der Teilnehmer erkennbar sind, schreibt DER TAGESSPIEGEL. Eine Berufung gegen das Urteil ließ das Gericht nicht zu. Gegen die Nichtzulassung der Berufung kann aber Beschwerde eingelegt werden. Sollte die Entscheidung obergerichtlich bestätigt werden, sei der Gesetzgeber gefordert. Die Polizei entscheidet trotzdem immer noch selbst, was friedlich ist und was nicht.
HEISE-Online schreibt: Fredrik Roggan, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union, begrüßte das Urteil aufgrund seiner "grundlegenden", über den aktuell verhandelten Fall hinausgehenden Bedeutung: "Das Verwaltungsgericht hat mit seinem Beschluss die Demonstrationsfreiheit erheblich gestärkt."

Konditionierung auf Totalüberwachung und Sicherheitswahn

Dienstag, 27. Juli 2010 um 12:30 - futziwolf
In Frankreich mobilisiert eine Lobby der High-Tech-Industrie, um Zeitgenossen schon ab dem Kindesalter an die Allgegenwart der Kontrolltechnologien zu gewöhnen
Das Konsortium der Elektronikindustrie GIXEL stellt fest: "die Sicherheit in unseren demokratischen Gesellschaften wird zunehmend als eine Bedrohung der persönlichen Freiheiten begriffen. Man muss also die Bevölkerung dazu bringen, Technologien, wie biometrische Systeme, Videoüberwachung und elektronische Kontrollen aller Art zu akzeptieren".
Die aus 70 Elektronikunternehmen bestehende High-Tech-Lobby  möchte, dass schon ab dem Kindergarten und später in den Schulen Sicherheitstechnologien eingesetzt werden, indem sich z.B. die Kleinen und ihre erwachsenen Begleiter elektronisch identifizieren müssen, um rein- und rauszukommen oder in die Kantine vorgelassen zu werden. Es  gilt, die künftigen Erwachsenen auf elektronische Kontrollen vorzubereiten - oder besser gesagt: zu konditionieren. Die Regierung soll GIXEL bei diesem Gewöhnungsprozess an die elektronischen Sicherheitsprozeduren hilfreich unter die Arme greifen.  >>> Telepolis

Negativberichterstattung [Update 02]

Dienstag, 27. Juli 2010 um 00:01 - futziwolf

Die Loveparade in Duisburg betreffend hatte der Ex-Polizeipräsident Rolf Cebin Sicherheitsbedenken.
Der CDU-Kreisvorsitzende
Thomas Mahlberg schickte ihn wegen der zu erwartenden Negativberichterstattung bei einer Absage des Massenevents
in den Ruhestand: http://bit.ly/c4KtdK
Ein Augenzeugenbericht über die Ereignisse während der
Loveparade in Duisburg: http://tinyurl.com/2ubystd
Ein Artikel der SZ über den Veranstalter Rainer Schaller: http://tinyurl.com/28plznh
Möchte irgend Jemand wissen was Dr. Motte über
Rainer Schaller denkt? http://tinyurl.com/35rnxny
Möchte irgend Jemand wissen was Eva Herman über das Loveparade-Unglück schreibt? http://tinyurl.com/2uxv5pl
(neuer Trend: das Ignorieren von Eva-Herman-Ignorierern.)
Interessiert sich Jemand dafür, das ein im Mai geouteter Neonazi seine Meinung als "Sicherheitsexperte" in einem Bericht der Sendung Explosiv (RTL) äussern darf?
http://bit.ly/aCs6x3
Möchte irgend Jemand wissen warum die Gier nach Massenveranstaltungen ohne Inhalt immer größer wird?
Möchte irgend Jemand wissen was die Verantwortlichen für 20 Tote und über 500 Verletzte erwartet?
Eine Bewährungsstrafe.
Möchte irgend Jemand wissen was Adolf Sauerland... näh jetzt reichts.
Updates:
"Schuld sind die Anderen" http://tinyurl.com/37ktqsy http://tinyurl.com/24cyncs

Eine hochverdichtete Masse gerät in Bewegung

Montag, 26. Juli 2010 um 13:30 - futziwolf
Angesichts der 19 Toten am Samstag bei der Loveparade in Duisburg begibt sich der Panik- und Stauforscher der Universität Duisburg-Essen, Michael Schreckenberg, der am Sicherheitskonzept für die Loveparade beteiligt war, auf den Gipfel des Zynismus: Er sieht den Auslöser für die Katastrophe im Verhalten von Teilnehmern: "Das Unglück ist nicht passiert, weil es zuvor im Tunnel zu eng und die Masse panisch war, sondern weil einige hinter dem Tunnel versucht haben, schneller aufs Gelände zu gelangen", sagte er der Süddeutschen Zeitung.
Die Katastrophe sei nicht durch Panik entstanden, sondern als "Folge einer physikalischen Zwangsläufigkeit.
Eine hochverdichtete Masse gerät in Bewegung"
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Auslöser war für ihn, dass sich einige nicht an die Spielregeln gehalten hätten. 
Konzertveranstalter Marek Lieberberg sagte der Süddeutschen Zeitung vom Montag (26.07.10):
"Das ist kein tragischer Unfall, sondern ein Verbrechen." Er warf den Duisburger Organisatoren Unvermögen und Profitgier vor. "Befruchtet haben sich die Geltungssucht der Lokalpolitik, die Profitsucht der Veranstalter, auf beiden Seiten gut gedüngt durch totalen Amateurismus."
Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hält es für wahrscheinlich, dass die Veranstalter und die Stadt Duisburg auf Kosten der Sicherheit bei der Loveparade sparten. "Dafür spricht zum Beispiel, dass es keine Videoüberwachung vor Ort gegeben hat, die eine schnelle Reaktion möglich gemacht hätte", sagte Wendt den ARD-Tagesthemen. >>> wdr.de
die WAZ: Die Katastrophe bei der Loveparade war kein unabwendbarer Schicksalsschlag, sondern Menschenwerk. Das Resultat einer maßlosen Event-Gier, miserabler Planung, oberflächlichem Veranstaltungsmanagement, und deshalb überforderter Sicherheitskräfte.

Na Sauerland, wie fühlst du dich?

Montag, 26. Juli 2010 um 00:41 - futziwolf
So sieht Kulturpolitik in Duisburg schon seit Jahrzehnten aus: Statt gewachsene Kultur im Kleinen zu unterstützen ist Klotzen mit Massenveranstaltungen angesagt. Mit dem Ergebniss und traurigen Höhepunkt: Mindestens 19 Tote und 340 Verletzte bei einer dieser Massenveranstaltung, der ohnehin sehr fragwürdigen Loveparade, mit der die Stadt Duisburg ohne viel zu investieren ihr Image aufpolieren wollte und dabei meinte, man könne einen Technomob von mehreren hunderttausend Leuten einfach in Zäune einsperren um sie vom Rest der Stadt zu isolieren. Und wenn zu viele Besucher kommen, könnte man die ja nach Hause schicken. An Adolf Sauerland und Veranstalter Rainer Schaller: an Euren Händen Klebt so viel Blut, das werdet ihr nicht mehr los. Euer Profilierungswahn hat 19 jungen Menschen das Leben gekostet; und der Kollaps war voraussehbar.
Hier der persönliche Bericht eines Blogers von der Loveparade in Duisburg und die Meldungen in der ARD:
19 Tote bei Massenpanik auf Loveparade
Staatsanwaltschaft ermittelt nach der Tragödie
Kritik am Sicherheitskonzept der Loveparade

Kritik am Ruhr Reggae Summer Mülheim

Freitag, 23. Juli 2010 um 17:02 - futziwolf

„Three Days of Love, Peace and Music“ versprechen die Veranstalter des „Ruhr-Reggae-Summer“ (23. bis 25.07.2010) in Mülheim an der Ruhr. Doch was hat Reggae mit „Love and Peace“ zu tun, fragen wir uns angesichts der vielen Reggae-Künstler*innen, die Frauenfeindlichkeit und Schwulenhass performen. Es gibt zahlreiche Reggea-und Dancehall-Sänger, die auf der Bühne zum Ermorden und Lynchen schwuler, lesbischer und queerer Menschen aufrufen. Doch es geht nicht nur um diese Hassprediger, die davon singen, Schwule zu erschießen und propagieren, dass Sex nur als heterosexueller Penetrationssex stattfinden darf, sondern um ein grundlegendes Problem von Reggae-Songs und Reggae-Kultur. Doch dazu später – denn einer dieser Hassprediger spielt am nächsten Wochenende auf dem Ruhr Reggae Summer: Mr. Vegas. Wie Sizzla, Capleton und andere Sänger, ruft auch Mr.Vegas zum Mord an Schwulen auf.

Flop Secret

Freitag, 23. Juli 2010 um 00:12 - futziwolf
Die Washington Post hat eine Vielzahl von Geheim-Behörden unter die Lupe genommen. Sie veröffentlicht die Ergebnisse jetzt in einem umfangreichen Open-Data-Dossier namens “Top Secret America”