Mögen sie an an ihrer Datenflut(-gier) ersaufen

Montag, 31. Mai 2010 um 02:50 - futziwolf
Apple, Facebook, Staat, Steuerberater, Stromversorger, Krankenkassen, Mafia und Kühlschränke: Das Drama Datenschutz zieht munter durch die Branchen. >>>  Joachim Jakobs > Telepolis

Deutschland im Siegestaumel

Sonntag, 30. Mai 2010 um 14:27 - futziwolf
Null Punkte aus Israel
Eigentlich kann dieser Scheiß ja gar kein Thema sein ("sechs" verschiedene Meldungen zum Gewinn des Song Contest im Weltachrichtenticker der ARD plus einem TV-Fahrplan über dreieinhalb Stunden LENA-Irsinn), aber wie sich da gestern Nacht in Germoney und Europa ein Massen-Gehirnoverkill entwickelte ist beispiellos. (Wenn ich mir nicht so sicher wäre, das Deutschland eh in der Vorrunde der Fußball WM ausscheiden würde, müsste man Schlimmes in den nächsten Wochen befürchten.) Eine Erklärung für diese hysterische Begeisterung um den Eurovision Song Contest, wie sie beim rumzappen auf mehreren Kanälen in der Glotze und den dazu organisierten Massenpartys zu verfolgen war, kann nur eine Art von Selbst-Lobotomie sein. (Kann man eigentlich Schmerzensgeldzahlungen für das Bild des unsäglichen Flaggengehampels und das wirre Grinsen von Stefan Raab verlangen?)
Als wäre dieser psychotische Schwachsinn nicht schon schlimm genug, erreichen uns über Twitter Sammlungen von Entgleisungen seitens des teutschen Publikums über die Wertungen aus Israel, die der aufmerksame Blogger Jörg Marx so kommentiert: Liebe Antisemiten, möge das Internet eure Einträge niemals vergessen.
Ich befürchte nur, das die Adressaten mit diesem Wort gar nichts anfangen können.
http://marx-blog.de/2010/05/null-punkte-aus-israel/

Familie: Ein Abbild der Gesellschaft, kein idyllischer Gegenentwurf

Samstag, 29. Mai 2010 um 14:43 - futziwolf
Michael Stocks abgründiger und erstaunlicher Film über väterlichen Missbrauch
"Postcard to Daddy"

>>> Der Regisseur Michael Stock wurde im Alter zwischen acht und sechzehn Jahren von seinem Vater sexuell missbraucht. Ein Vierteljahrhundert später konfrontiert er vor der Kamera seine Familie mit seiner Vergangenheit. Die daraus entstandene Videobotschaft sendet er in Form eines Dokumentarfilms an den Vater. Trotz des unfassbaren Dramas ist [extern] "Postcard to Daddy" keineswegs von Hass geprägt, sondern von Neugier, Hoffnung und Liebe. Stock, 1993 bekannt geworden durch seinen Low-Budget-Spielfilm [extern] "Prinz in Hölleland", will nicht anklagen, sondern verstehen. Ursprünglich wollte Stock aus der Geschichte seines Missbrauchs einen Spielfilm machen. <<<  Telepolis

Berufsverbot für Heavy-Metal-Musiker?

Freitag, 28. Mai 2010 um 18:43 - futziwolf
Na warum denn nicht, könnte man meinen, doch schließlich geht es hier nicht um Musikgeschmack, sondern um einen recht heftigen Fall von Berufsverbot in Baden-Württemberg: Behörden verlangen von einem Lehramtsanwärter, dass er sich nachweislich von seiner Musikrichtung distanziert. Genosse Astrolabius hat für den aponaut die schlimme Geschichte kommentiert und grüßt dazu mit einem überzeugenden
"Es lebe die Freiheit der Kunst!" ... Kommentare einsehen

Krieg für Wirtschaftsinteressen?

Freitag, 28. Mai 2010 um 11:36 - futziwolf
Wer ist verwirrter, Bundespräsident Hotte Köhler oder die Presse?
Bundespräsident Köhler verwirrt mit Äußerung zur Bundeswehr.
Elke Hoff, verteidigungspolitische Sprecherin der FDP verteidigt Köhler.
Krieg für Wirtschaftsinteressen?
Votiert Bundespräsident Horst Köhler für Wohlstandskriege?

Ein ARD-Kommentar:  Die Nato denkt längst über die mögliche Sicherung beispielsweise von Handelswegen oder Erdölleitungen durch Militär nach. Im Weißbuch der Bundeswehr gibt es dazu ein Kapitel und öffentlich besprochen wurde das Thema vor Jahren bereits auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

Armadillo - Dokumentarfilm über den Afghanistankrieg

Freitag, 28. Mai 2010 um 11:19 - futziwolf
Der in Cannes preisgekrönte Dokumentarfilm Armadillo erregt die dänische Öffentlichkeit
Der dänische Filmemacher Janus Metz hat für seinen Dokumentarfilm die dänischen Soldaten in Afghanistan über Monate begleitet. Er wollte das wahre Gesicht des Krieges in Afghanistan zeigen. Das ist ihm gründlich gelungen und hat jetzt in dem skandinavischen Land zu einer kritischen Debatte über das militärische Engagement am Hindukusch geführt. >>> Telepolis

TODESPOLKA - Polit-Trash um Rechtsruck in Österreich

Freitag, 28. Mai 2010 um 00:01 - futziwolf
Michael Pfeifenberger und Stephan Demmelbauer schaffen mit "Todespolka" einen beklemmenden Einblick in das Leben der ruhigen und ordentlichen Nachbarschaft, wie sie nicht nur in Österreich stattfinden könnte. Im Zentrum des 81-minütigen Films steht Dr. Sieglinde Führer, die „die Herzen der Aufrechten und Anständigen im Sturm erobert“ hat. „Ein halbes Jahr nach der sehr freundlichen Übernahme durch die Bürgerpartei ist Ordnung eingekehrt in Österreich. Der erste Schritt: Austritt aus der EU“, heißt es in der Beschreibung des Films.  >>> Telepolis
>>> ... eine trashige, harmlose Komödie, die ihr Thema ebenso wie ihre Zuschauer schmerzlich unterschätzt.

Gewalt gegen Polizei. Gewaltig überbewertet

Mittwoch, 26. Mai 2010 um 17:53 - futziwolf
Im Zuge der am 27.06.2010 beginnenden Frühjahrskonferenz der Innenminister der Länder in Hamburg berichtet tagesschau.de jetzt über eine äußerst fragwürdige Studie über Gewalt gegen Polizisten (die sich peinlicherweise auf eine Onlinebefragung von Polizisten beruft) und gibt sich damit dafür her, schon mal im Vorfeld Stimmung für die geforderten Strafmaßerhöhungen Stimmung zu machen. Die Kommentare auf den Artikel von tagessachau.de sprechen eine eindeutige Sprache. Ein Auszug:
>>> Mit Bayern und NRW sind zwei besonders große und Einsatzstarke Bundesländer einfach weggelassen worden, sodass die Studie weder vollständig, noch repräsentativ sein kann. <<<
>>> die Studie widerspricht der offiziellen Kriminalitätsstatistik der Polizei <<<
>>> Online-Befragungen sind so ziemlich das letzte Mittel, zu dem ein seriöser Psychologe/Soziologe/Kriminologe greifen wird <<<

Virusverseuchter RFID Chip im Menschen

Mittwoch, 26. Mai 2010 um 15:24 - futziwolf
Britischer Wissenschaftler warnt vor Manipulationsmöglichkeiten mit infizierten RFID-Systemen
... oder bringt Hacker auf dumme Gedanken. Herrlich. Danke Mr. Gesson. Ich will auch son RFID Chip mit Virus! Da macht das Spazieren im Kaufhaus und am Flughafen erst wieder richtig Spaß. Doch eigentlich warnt Mr. Gesson gar nicht so sehr vor den Manipulationsgefahren der infizierten RFID Chips, wie die Telepolis Überschrift suggerieren will, als vor der Anwendung der Chips im Menschen an sich:
"Ich glaube, wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass unser nächster evolutionärer Schritt wahrscheinlich bedeutet, dass wir teilweise Maschinen werden, wenn wir danach trachten, unsere Möglichkeiten auszuweiten. Tatsächlich könnten wir herausfinden, dass es einen deutlichen sozialen Druck gibt, der solche Implantat-Technologie fordert. Entweder weil es eine soziale Norm wird wie zum Beispiel Mobil-Telefone oder weil wir benachteiligt sind, wenn wir das nicht tun. Wir sollten uns aber bewusst sein, welche neuen Bedrohungen dieser Schritt zur Folge haben kann." 
>>> Telepolis

Gentrifizierung: podiumsdiskussion im az köln

Mittwoch, 26. Mai 2010 um 15:23 - futziwolf
Zum Stand der Dinge städtischer Bewegungen und (Frei-)Raum
Am Mittwoch, den 19.05.2010, fand im Autonomen Zentrum Köln eine Podiumsdiskussion zum Thema “Kultur und Kommerzialisierung” statt. Zentrales Thema war die Rolle städtischer Bewegungen im Spannungsverhältnis zwischen politischem Anspruch und kultureller Instrumentalisierung durch die Stadtpolitik. Das Podium war mit Vertreter/innen von über-lokal beachteten Kampagnen wie Pyranha (Köln), Kölner Komment, Freiräume für Bewegung (Düsseldorf) und Ted Gaier von den Goldenen Zitronen (NION/ Hamburg) prominent besetzt und spiegelt so in etwa den Zeitgeist zeitgenössischer, städtischer Bewegungen für (Frei)Räume in Deutschland. >>> landforfree.blogsport

Totalitäre Zensurchaoten ...

Dienstag, 25. Mai 2010 um 12:45 - futziwolf
... verhindern unter Androhung von Gewalt TAZ Diskussionsveranstaltung über "Polizei und Gewalt" in Hamburg. (Oder: Peter Mühlbauer rastet aus) >>> Telepolis
So liest sich die Nachricht in Telepolis über den von Hamburger Autonomen gestörten TAZ-Salon. und wenn man noch die Kommentare mit einbezieht wird aus den Autonomen schlicht "Abschaum". Tatsächlich ist es nicht schwer unter dem Gesichtspunkt demokratischer Meinungsfreiheitsregeln und quälendem Ausgewogenheitswahn so einige Aktionen verschiedener Autonomer Gruppen als stalinistische HauRuckAktionen zu diskreditieren. Allerdings müssen sich sowohl die Organisatoren der TAZ als auch die schreibenden Beobachter auf Telepolis fragen lassen, ob es außer der "Ausgewogenheit" auch nur einen vernünftigen Grund gibt, einen eher rechts stehenden Gewaltmonopolisten wie den Landesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft Joachim Lenders ausgerechnet zu dem Thema "Polizei und Gewalt" einzuladen.

Die neue LV ist da!

Montag, 24. Mai 2010 um 13:18 - futziwolf
LOST VOICES
die neue Ausgabe des POETRY-FANZINE von Marc Mrosk ist erschienen.

zu bestellen hier: http://www.myspace.com/lostvoicesmagazine

Hirngespinste?

Sonntag, 23. Mai 2010 um 11:54 - futziwolf

- Wohin sie auch die Augen wendet, es ist schon da: ein Gesicht halb durchsichtig. Es schwebt vor ihr in der Luft, drängt sich beim Blick in die Handtasche dazwischen. Es äfft ihre Miene nach, denn es ist ihr eigenes Gesicht, das sie verfolgt.
- Ich löse mich auf. Mein Bauch zerfließt, meine Arme und Beine verschwinden. Ich möchte schreien, aber da ist nichts mehr, was dem Willen gehorcht. Einsamer kann man nicht sein.
-
Bei allem, was man heute über den Weg weiß, auf dem das Gehirn die verschiedenen Aspekte unseres Selbstgefühls konstruiert, drängt sich der Verdacht auf, dass unser Eindruck, ein einziges und eindeutiges Ich zu besitzen, vielleicht im wahrsten Sinne des Wortes ein Hirngespinst ist. Aber es ist offenbar nötig, um uns Sicherheit zu geben. "Ob sie nun sich selbst einmal verdoppelt gesehen haben, einen unsichtbaren Begleiter spüren oder sich nicht mehr im Spiegel erkennen, das sind so seltsame Wahrnehmungen, dass immer ein irritierender Riss zurückbleibt" >>> SZ

Krieg ist Business und mal wieder ein Meister aus Deutschland

Samstag, 22. Mai 2010 um 13:58 - futziwolf
Deutsche Söldner in Somalia
... und sie tragen damit dazu bei das der Bürgerkrieg eskaliert. Die von der deutschen Sicherheitsfirma ASGAARD gestellten Soldaten könnten somit theoretisch auch in Konflikt mit den von der Bundesregierung gestellten Soldaten in Somalia geraten, da ASGAARD einen Vertag mit einem Somalier haben, der die international akzeptierte Übergangsregierung nicht anerkennt und bekämpfen will. Außenwelle und das Auswärtige Amt wissen von nix.
Mehr als 100 ehemalige Bundeswehrsoldaten sollen nach Informationen von NDR Info und tagesschau.de schon bald in den Bürgerkrieg in Somalia eingreifen. Eine deutsche Firma hat einen entsprechenden Vertrag mit einem somalischen Politiker geschlossen. Experten warnen vor einem Blutbad.   >>> ARD >>> ARD  >>>  Lukratives Geschäft mit dem Tod
und das ist noch nicht alles:
Fortbildung zum Söldner mit deutschen Steuergeldern >>> ARD
Ermittlungen wegen Söldner-Anwerbung >>> ARD

Jean-Luc Godards "Socialisme"

Freitag, 21. Mai 2010 um 16:25 - futziwolf
"20 Jahre alt sein, recht haben, sehen statt lesen."
"Ideen trennen, Träume bringen zusammen"
"Traum des Staates: Eins sein, der Traum der Menschen: Zwei sein"

Eine nette Rezension von Rüdiger Suchsland des neuen Jean-Luc Godard Films "Socialisme", wenn man die ersten fünf Absätze überspringt.